Schweinfurt
Schweinfurt. Auch wenn Sie dafür Ihre Teilnahme an der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament aufschieben musste, ließ es sich Anja Weisgerber am 13. April nicht nehmen, den Europainfonachmittag des Evangelischen Frauenbundes in Schweinfurt zu besuchen.
Auf Einladung der Vorsitzenden Frau Heike Gröner stellte die junge Politikerin bei Kaffee und Kuchen zunächst Ihre Arbeit im Europäischen Parlament vor. Im Anschluss daran ging Anja Weisgerber näher auf den demographischen Wandel ein. Die Tatsache, dass immer weniger Kinder geboren werden und die Gesellschaft immer älter wird, stelle die Sozialsysteme in Europa vor große Probleme. Dieser Trend müsse wieder umgekehrt werden. „Den Menschen muss wieder mehr Freiheit in ihren Lebensentwürfen gelassen werden. Der Lebensentwurf ‚Kind’ darf nicht automatisch mit wirtschaftlich negativen Konsequenzen verknüpft sein“, so die Europaabgeordnete. In diesem Zusammenhang bekannte sich Anja Weisgerber auch zu dem Vorschlag der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, bis 2013 500.000 neue Kinderkrippenplätze zu schaffen. Darüber hinaus müssen die zwei Lebensmodelle, das der berufstätigen Mutter und das der Mutter, die zugunsten ihrer Kinder zu Hause bleibt, gleichberechtigt gegenüber stehen. Diese zwei Modelle dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Ein weiteres Thema, dass an dem Nachmittag beim Katholischen Frauenbund behandelt wurde, waren die Vorteile, die die EU mit sich bringt. Dazu gehören allgemein bekannte Dinge wie der gemeinsame Binnenmarkt, die Erleichterung des Reisens durch den Wegfall der Grenzkontrollen und die gemeinsame Währung, aber auch die Gewährleistung eines europäischen Krankenversicherungsschutzes oder der Kampf für den Klimaschutz.