Wie Bauernregeln Landwirte ärgern

MainPost, 08. Februar 2017

"Steh'n im Stall zu viele Kühe, macht die Gülle mächtig Mühe." Und: „Ohne Blumen auf der Wiese geht's der Biene richtig miese.“ Oder auch: „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“ So klingen sie, die „Neuen Bauernregeln“ von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Auf Plakaten in über 70 deutschen Städten soll die Kampagne unter dem Motto „Gut zur Umwelt. Gesund für alle“ für naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung werben, heißt es seitens des Umweltministeriums.

Doch die neuen Bauernregeln lassen nicht alle schmunzeln. Mit so knappen Sätzen könne man sich nicht mit schwierigen Themenfeldern auseinandersetzen, kritisiert Anja Weisgerber (CSU). Die unterfränkische Bundestagsabgeordnete ist Mitglied im Umweltausschuss. „Das ist eine Kampagne, die auf den Schultern unserer Landwirte ausgetragen wird. Wir sollten unseren Landwirten stattdessen danken, dafür, dass sie tagtäglich dafür arbeiten, uns gesunde Lebensmittel zu produzieren“, betont sie.

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