Rollentausch: Vom Plenarsaal ins Seniorenheim

MainPost, 12. Januar 2017

"Gell, Sie wohne a in Schwam? Da kenne Sie doch a mei Tochter.“ Anja Weisgerber findet schnell Kontakt zu den Bewohnern des AWO-Seniorenheims. Herzlich geht sie auf die alten Menschen zu.

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Für Weisgerber ist der Besuch im Seniorenheim nicht nur ein Rollentausch, sondern auch eine Art Qualitätscheck für ihre politische Arbeit. „Ich will sehen, ob das, was wir politisch auf den Weg gebracht haben, auch ankommt und den Menschen wirklich hilft“, erklärt sie.
Und so hat sie sich mit Einrichtungsleiterin Monika Müller ausgetauscht und lässt sich von Schwester Katja Eckert das Wohnheim zeigen. Beide sind dankbar, dass sie so gut ausgestattet sind. Aufstehhilfen, Lifter und andere Hilfsmittel seien nicht nur eine Entlastung fürs Pflegepersonal, sie ermöglichten den Bewohnern auch, ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu wahren.

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Gerade im Hinblick auf eine immer älter werdende Gesellschaft begrüßt es Weisgerber, dass die Regierung immer weiter an einer Verbesserung der Pflege arbeite. Immerhin seien schon jetzt 2,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, Tendenz steigend.
Allein in dieser Legislaturperiode habe man drei Pflegestärkungsgesetze verabschiedet, um Pflegebedürftige und deren Angehörige zu unterstützen, sagt Weisgerber. Ab 2017 stehen dafür fünf Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung.

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