Gegen Windräder auf dem Maßkrug

MainPost, 08. März 2014

Glaubt man Anja Weisgerber, ist der Ehrengast des 33. Politischen Ascherdonnerstags in Oberwerrn der „zweitmächtigste Mann in Bayern“. Weit herumgesprochen hat sich das vermutlich noch nicht: Thomas Kreuzer wurde erst im Oktober 2013 Fraktionsvorsitzender der Landtags-CSU.

Politische Grobmotorik ist die Sache des ehemaligen Kultusstaatssekretärs und Staatsministers nicht, er wirkt eher wie ein Feinmechaniker der Macht, der ineinandergreifende Rädchen justiert, zwischen den Biertischen herrscht Arbeitsbesuch-Atmosphäre. Weisgerber würdigt die Unterstützung des gelernten Juristen bei der Konversion im Raum Schweinfurt. Der Oberleutnant der Reserve musste sich, als Staatskanzleichef, zuletzt mit der Strukturreform der Bundeswehr befassen – das sei „nicht vergnügungssteuerpflichtig“ gewesen, sagt Kreuzer, der Verständnis für die Sorgen betroffener Kommunen zeigt. Für die Region Schweinfurt habe man deren Erstzugriffsrecht auf die Flächen und preisliche Vergünstigungen erreicht.

Bei der Ukrainekrise gibt sich Kreuzer nicht so empathisch wie die Vorrednerinnen. Für Weisgerber zeigt der Maidan-Protest, wie wichtig europäische Integration sei, Europawahlkandidatin Barbara Becker betont, das man Russland nur über EU-Sanktionen beeindrucken könne. Hier widerspricht Kreuzer: Die Russen würden davor nicht zittern. Es folgt ein (Freud'scher?) Versprecher, zu den benachbarten Staaten „Ukraine und Krim“.

(...)

Den vollständigen Artikel erhalten Sie hier!