MainPost, 26. Januar 2015
Europa als rechtsstaatliches Wertesystem und weniger als Gemeinschaft bestehend aus Euro und Cent. So sieht Volker Kauder den Zusammenschluss der Völker. Dies in den Mittelpunkt zu rücken, ist für den Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Lehre aus den Anschlägen von Paris und der Islamisierungsdebatte in Deutschland. Dabei polarisiert und provoziert Kauder gerne, zeigt verbal klare Kante. Und trifft oft die Seele der Unionsmitglieder. Auch am Sonntagnachmittag vor mehreren hundert Gästen beim Neujahrsempfang der Kreis-CSU.
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Wie schon Kreisvorsitzende Anja Weisgerber zuvor richtet Kauder den Blick in die Zukunft, in der die Union ihr Profil vor allem in Wirtschaftsfragen schärfen will. Kauder verspricht, trotz des Verfassungsgerichtsurteils gegen die Erbschaftsteuerbefreiung für Mittelständler, ihnen zu helfen, um in die Betriebe zu investieren. Weisgerber sagt zu, sich für Städtebauförderung einzusetzen, um Regionen wie Schweinfurt bei der Konversion zu unterstützen. Kauder lobt die Investitionen der Unions-Länder in die Bildung; dies sei nötig, um als rohstoffarmes Land im internationalen Wettbewerb zu bestehen: „Wer nichts im Boden hat, muss was in der Birne haben.“ Beide wollen den Kampf aufnehmen gegen eine steigende Bürokratisierung wie etwa bei der Dokumentationspflicht beim Mindestlohn – eingeführt von den „Sozis“.
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