AG Europa zieht Bilanz: EU fördert Unterfranken

MainPost, 01. April 2014

Allzu oft wird auf Europa geschimpft, die EU als bürokratisches Monster verschrien. Die Realität ist differenzierter. So haben allein die Hochschulen in Mainfranken in den vergangenen sechs Jahren fast 60 Millionen Euro aus Brüssel erhalten. Erfolge, auf die die Arbeitsgemeinschaft (AG) Europa jetzt vor der Presse hinwies.

AG wurde 2004 gegründet


Die AG Europa geht auf eine Initiative von Anja Weisgeber (Schwebheim) zurück. Bevor sie im Herbst in den Bundestag gewählt wurde, saß sie für die CSU neun Jahre im Europaparlament. Um Europa besser mit den Entscheidungsträgern in Mainfranken zu vernetzen, hatte sie die Plattform 2004 gemeinsam mit dem damaligen bayerischen Europaminister Eberhard Sinner (Lohr) ins Leben gerufen. 20 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik trafen sich regelmäßig zum Austausch. Die AG ist eine CSU-Initiative. Die SPD-Europaabgeordnete Kerstin Westphal (Schweinfurt) werde zu den Treffen nicht geladen, so Weisgerber. Sie hofft vielmehr, dass es die CSU schafft, bei der Europawahl mit Barbara Becker (Wiesenbronn) erneut eine Unterfränkin nach Straßburg und Brüssel zu entsenden. Becker soll die AG dann weiterführen.

120 Uni-Projekte gefördert

Weisgeber zog eine positive Bilanz ihrer Arbeit. Es sei gelungen, viele Mainfranken für die Chancen, die Europa biete, zu begeistern, aber auch kritische Themen wie die Agrarreform, die Pflanzrechte im Weinbau oder die Zuckermarktordnung zu diskutieren. Hilfe bot ein eigens für die Region erarbeiteter „Förderleitfaden“, der Firmen, Kommunen, Landwirten und Kulturschaffenden den Weg durch den Dschungel der EU-Förderprogramme weist.

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