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Wie man Geld aus Brüssel bekommt

Auszüge aus Schweinfurter Tagblatt, 20. April 2009

Uni-Chef Forchel bietet Firmen bei Förderprojekten Hilfe an

SCHWEINFURT (Norbert Hohler). Über 60 Millionen Euro Fördermittel sind von der Europäischen Union zwischen 2000 und 2006 nach Unterfranken geflossen. Das mühsame Geschäft der Beantragung erleichtert seit zweieinhalb Jahren ein regionaler Förderleitfaden, den die Europaabgeordnete Anja Weisgerber zusammengestellt hat.

Jetzt hat die CSU-Politikerin Bilanz gezogen und das Nachschlagewerk überarbeitet, das inzwischen bundesweit Nachahmer gefunden hat. „Hier kann man konkret sehen, wo Gelder hingegangen sind, welche Projekte gefördert wurden und wie man an Geld aus Brüssel kommen kann“, unterstrich Europaministerin Emilia Müller (CSU) bei der Präsentation am Freitag in den Räumen der IHK Schweinfurt. (…)

Wie wichtig Hilfestellung ist, wenn ein Förderantrag auf den Weg gebracht werden soll, erlebt Anja Weisgerber auch immer wieder selbst. „Am häufigsten werde ich wegen solcher Fragen kontaktiert, oft kann ich helfen.“ Das Europaparlament habe vor der neuen Förderperiode (2007 bis 2014) bereits bürokratische Hemmnisse abgebaut. „Weitere 25 Prozent weniger ist unser Ziel“, so Weisgerber, die jedoch auf den „Spagat“ verweist, der sich manchmal durch die Berichtspflicht ergibt. „Die EU will sichergestellt wissen, dass Fördergelder zweckbestimmt verwendet wurden.“ Diese Erhebung sei nötig und richtig.

Einen interessanten Beitrag zur Diskussion lieferte Alfred Forchel, der neue Präsident der Universität. „Ich biete hiermit allen Firmen Zusammenarbeit bei der Beantragung von Förderprojekten an.“(…) Auch Bernd Breutmann, Vizepräsident der FH Würzburg-Schweinfurt, signalisierte Interesse an solchen Formen der Zusammenarbeit.