MainPost, 20. Oktober 2011
Der Umweltausschuss des Europaparlaments fordert eine bessereSammlung und Wiederverwertungdes Elektroschrotts inEuropa, berichtet die umweltpolitischeSprecherin der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber. So sollen die EU-Mitgliedstaatenbis 2016 mindestens 85 Prozentdes von ihnen produzierten Elektroschrotts einsammeln. Dadurch sollen Umweltschäden ausgeschlossen und wertvolle Rohstoffe der Wiederverwertung zugeführt werden. Während Deutschland bereits eine Sammelquote von knapp 40 Prozent erreicht, liegt der EU-Durchschnitt bei nur etwa 30 Prozent, in einigen Ländern weit darunter. Spitzenreiter sind die skandinavischen Länder mit fast 65 Prozent gesammeltem Elektromüll. Weisgerber: „Wir wollen, dass alle Mitgliedstaaten den positiven Beispielen aus Deutschland und Skandinavien folgen und funktionierende Sammelsysteme einrichten.“Noch landeten alte Elektrogeräte allzu oft im normalen Hausmüll, obwohl sie wertvolle Metalle enthielten, sodie unterfränkische Europapolitikerin. Doch gerade der Technologiestandort Deutschland könne es sich nicht mehr leisten, weltweit knapper werdenden Rohstoffe einfach wegzuwerfen, betont Weisgerber:„Mit einer besseren Verwendung von Sekundärrohstoffen durch Recycling von Elektroschrott können wir einen Beitrag zur ausreichenden Rohstoffversorgung in der Zukunft leisten.