Fränkische Nachrichten
Auf Einladung der Geschäftsführung besuchte die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber kürzlich die Firma Straub Kosmetik in Wertheim. Anlass des Besuchs ist die geplante EU-Chemikalienverordnung „Reach“, die auch Straub betreffen könnte, wie es in einem Pressebericht des Unternehmens heißt.
Weisgerber befasst sich als Mitglied des Umweltausschusses im Europäischen Parlament mit dem Thema "Reach". Dabei setze sie sich besonders für die Belange kleiner und mittelständischer Unternehmen ein. Ziel sei eine unbürokratische und praktikable "Reach“-Verordnung, die erstmalig Informationen über 30000 chemische Stoffe bereitstelle.
Neben der politischen Diskussion interessierte sich Weisgerber für die Firmenphilosophie des Familienunternehmens und für die Standortbedingungen in Wertheim: Die Europapolitikerin, die selbst aus einem mittelständischen Unternehmen stammt, lobte die Entscheidung der Familie Hendriok, auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten bewusst zum Traditionsstandort in Deutschland zu stehen. Auch die Tatsache ,dass Straub in den vergangenen Monaten die Zahl der Auszubildenden im Betrieb erhöht habe, fand die Anerkennung Weisgerbers.
Während eines Rundgangs durch die neue Betriebsanlage konnte sie sich über die unterschiedlichen Produkte und Herstellungsverfahren des Unternehmens informieren. Besonders stolz zeigten sich Markus und Jelto Hendriok auf ihre neue Abfüll- und Etikettiermaschine. lnvestitionen wie diese Maschine seien bisher eine Selbstverständlichkeit für die Unternehmer in Wertheim gewesen.
Im Gespräch mit Weisgerber äußerten sie aber auch ihre Besorgnis, dass einige politische Rahmenbedingungen - insbesondere bürokratische Anforderungen - eine Belastung für das Unternehmen darstellen. Weisgerber, die sich in ihrer parlamentarischen Arbeit konsequent für weniger Bürokratie, mehr Praxistauglichkeit der Gesetze und für Regelungen zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen einsetze, versprach, diesen Weg engagiert weiterzugehen.
Im Gespräch mit einem Vertreter des Betriebsrats erkundigte sich Weisgerber, die auch Mitglied des Sozialausschusses im Europäischen Parlament ist, über die Arbeitsbedingungen im Betrieb. Das Kantinenessen sei gut und das Betriebsklima ebenfalls, konnte sie dabei in Erfahrung bringen, wie es weiter im Pressetext des Unternehmens heißt. Beim Besuch mit von der Partie war auch Dr. Stroemer, vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, der sich gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern für die Erfolge bedankte, die Weisgerber mit der CDU/CSU-Gruppe bei den Verhandlungen zu "Reach" erzielt habe. Die Europaabgeordnete bot an, auch in Zukunft für Fragen der Unternehmensleitung zur Verfügung zu stehen.