Fränkischer Tag
Armin Maus Bayreuth Der Vorsitzende des Forums Zukunft Oberfranken, Staatsminister Werner Schnappauf, hat die Unternehmen in der Region aufgefordert, „Förderchancen beim Schopf“ zu packen. Bei der Vorstellung des Förderleitfadens „EU-Mittel für Oberfranken“ sagte Schnappauf am Freitag in Bayreuth, die Broschüre sei eine „staatliche Dienstleistung der besonderen Art“, weil sie Licht in den Förderdschungel bringe, konkrete Hilfe bei der Beantragung der EU-Fördermittel leiste und Chancen Oberfrankens zeige.
Der Leitfaden wurde vom Büro der CSU-Europaabgeordneten Anja Weisgerber und der Regierung von Oberfranken erarbeitet und wird durch das Forum Zukunft unterstützt.
Schnappauf betonte, durch den Einsatz von Wirtschaftsverbänden und Mandatsträgern aller Ebenen sei es trotz der Konkurrenz aus 27 EU-Ländern gelungen, Förderung für Ober- franken zu sichern. „Das grenzt an ein Wunder.“ Damit bekomme der Aufschwung Rückenwind aus Brüssel. Die Vernetzung der Region habe sich bewährt. Südbayerns Kommunen bemühten sich um eine Wiederbelebung der Metropolregion München – man könne das als Reaktion auf die erfolgreichen Aktivitäten in der Metropolregion Nürnberg verstehen.
Der frühere Europaabgeordnete Joachim Wuermeling, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, nannte die Oberfranken „Profis, was die EU-Förderung angeht“. Die Region habe hervorragende Chancen, die EU-Mittel erfolgbringend einzusetzen. Wuermeling lobte den Kurswechsel in der Förderpolitik, die auf Innovation setze, statt alte Strukturen zu subventionieren.
Schnappauf bat die Regierung um zügige Bearbeitung der Förderanträge. Regierungspräsident Wilhelm Wenning stellt zwei zusätzliche Mitarbeiter ab, um der erhofften Antragsflut Herr zu werden.