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Warum ich ALUMNA wurde

Juristen Alumni Würzburg

Von Dr. Anja Weisgerber, Bayerische Europaabgeordnete für Unterfranken
Die Bayerische Julius-Maximilians-Universität in Würzburg hatte auf meine persönliche Entwicklung einen entscheidenden Einfluss durch deren gute Ausbildung, die Freundschaften, die während des Studiums entstanden sind, die Betreuung während der Promotion und die kulturelle und sportliche Vielfalt.
In dieser wunderbaren Stadt mit seiner über 400 Jahre alten Universität habe ich mich rundum wohl gefühlt. Wenn das kein Grund ist, Alumna geworden zu sein. Ein weiterer Grund ist für mich der Initiator der ALUMNI-Vereinigung: Herr Prof. Dr. Franz-Ludwig Knemeyer. Ihm habe ich während meines Studiums im Allgemeinen Verwaltungsrecht fasziniert zugehört.
Die enge Verbindung zur Universität hat sich auch während meiner Promotion, die ich am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dieter Blumenwitz geschrieben habe zum Thema: Das Beweisverfahren der Parlamentarischen Untersuchungsausschüsse des Deutschen Bundestages, fortgesetzt. Alumna zu werden ist für mich auch ein Dank für die exzellente Betreuung durch meinen Doktorvater. Alumni haben durch die Vereinigung die Möglichkeit, soziale Kontakte zu "ihrer" Hochschule und ihren früheren Kommilitonen zu pflegen und auszubauen, sowie diese zu ihrer beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung zu nutzen. Auf der anderen Seite haben Hochschulen, die ihre Alumni auch nach dem Studium in wissenschaftliche Forschung und Weiterbildung sowie in kulturelle und soziale Aktivitäten einbeziehen, die Möglichkeit, deren Erfahrungspotenzial zu nutzen, um neue Impulse hinsichtlich der Verbesserung von Forschung und Lehre zu bekommen. Durch meine Arbeit als Europaabgeordnete für Unterfranken möchte ich diesem Anspruch Rechnung tragen. Die starke Verbundenheit zu meiner Heimat und zu Würzburg wird meine Arbeit auf ganz natürliche Weise prägen. Damit diese Worte durch Taten untermauert werden, habe ich bereits einen Antrittsbesuch an der Julius-Maximilians-Universität im Dezember 2004 eingeplant. Dort werde ich mich mit Herrn Prof. Dr. Haase unter anderem über bildungspolitische Förderungsprojekte unterhalten. In der Arbeitsgruppe Europa, die ich kürzlich gegründet habe, arbeiten unter anderem Vertreter aus der Wirtschaft, der IHK sowie Hochschullehrer mit. Ich hoffe, dass sich bei diesen Gelegenheiten ein intensiver Dialog auch über die Entwicklung der deutschen Hochschullandschaft entfalten wird. Bildungspolitik ist gerade in der letzten Zeit stark in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. Ich möchte mit den mir möglichen Mitteln einen Beitrag leisten, um die Bildung an den deutschen Hochschulen, insbesondere aber an der mir ans Herz gewachsenen Universität Würzburg, zu verbessern und wieder wettbewerbsfähig im europäischen Umfeld zu machen. Im Tennis habe ich für den TC-Weiß-Blau Würzburg in der zweiten Bundesliga gespielt und so manchen Bayerischen Meistertitel für Unterfranken erkämpft. Genauso möchte ich mich für die unterfränkischen Bürger und die Universität Würzburg einsetzen. Ich bin stolz eine Absolventin der Julius-Maximilians-Universität zu sein und deshalb freue ich mich sehr über eine weiterhin sehr enge Verbindung.
Darum bin ich ALUMNA geworden.