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Von Kürnach über Berlin nach Warschau

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Europakandidatin Anja Weisgerber besucht Dachser
Kürnach.


In der Wirtschaft ist die Osterweiterung voll im Gang. Auch Unternehmen aus dem Landkreis Würzburg wie der Logistikdienstleister Dachser sind in den neuen EU-Staaten tätig. CSU-Europakandidatin Anja Weisgerber hat die Kürnacher Niederlassung zum Informationsaustausch besucht.

"Die Osterweiterung ist eine einmalige Chance", darin waren sich Geschäftsstellenleiter Karl-Heinz Rauscher und Anja Weisgerber einig. So könne man Ungleichheiten im internationalen Wettbewerb beseitigen, indem man andere Länder an europäische Wirtschafts-Standards anpasse. So hofft Rauscher, dass sich durch einen Anstieg der Löhne und die Umsetzung der EU-Umweltvorschriften auch die Wettbewerbsbedingungen angleichen Kritik äußerte er dagegen an der Bürokratie: "Ein Förderantrag ist doch kaum zu verstehen."
Dies sind Probleme, die bei Anja Weisgerber auf offene Ohren stoßen. Die Rechtsanwältin aus Schweinfurt ist CSU-Kandidatin für Unterfranken und möchte am 13. Juni in das Europäische Parlament einziehen. Sollte dies gelingen, will Weisgerber Wettbewerbsverzerrungen verringern und fordert deshalb auch eine europaweite Ökosteuer.
Trotzdem wolle man keine "Gleichmacherei". "Die Pluralität in Europa soll erhalten bleiben", erklärt Weisgerber. Dachser ist für Weisgerber das Musterbeispiel eines Unternehmens, "das von der Osterweiterung profitieren kann". Neben dem europaweiten Warentransport hat sich die Firma auf E-Logistics, die elektronische Abwicklung von Transporten, spezialisiert.