www.infranken.de, 31.08.2012
Über umweltbewusste Produkte und innovative Entwicklungen wollte sich die Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber im Landkreis Haßberge informieren. Dazu besuchte sie die Lasertechnik und Photovoltaik Ilzhöfer und die Schreinerei Krines in Sand. Die Investitionen in die Zukunft beeindruckte sie.
CSU-Vorsitzender Gerhard Zösch begrüßte zahlreiche Mitglieder und Gäste zu diesen Betriebsbesichtigungen im Vorfeld eines Sommerfestes und hieß vor allem Staatssekretär Gerhard Eck, Landrat Rudolf Handwerker, Staatssekretär a.D. Dr. Albert Meyer sowie Stimmkreiskandidaten und CSU-Kreisvorsitzenden Steffen Vogel willkommen.
Beeindruckt waren alle, wie sich die Firma Ilzhöfer GmbH binnen kürzester Zeit in Sachen Photovoltaik mit innovativen und durchdachten Lösungen einen Namen gemacht hat. Werner Ilzhöfer erinnerte daran, dass die Firma 1945 als ein Handwerksbetrieb für Sanitärinstallationen gegründet und 1997 zur GmbH umfirmiert wurde. Durch steigenden Bedarf an Rohrformteilen und Befestigungsmaterial, überwiegend aus Edelstahl, habe man den Produktionsstandort nach Sand verlegt und die Fertigung 2002 um eine Laserschneideanlage erweitert. Damit sei der Grundstein für ein weiteres Geschäftsfeld gelegt worden, die Fertigung von Metallprodukten für Unternehmen an den verschiedensten Branchen.
Außerdem sei die Firma aber seit einigen Jahren "von der Sonne bewegt worden". So stelle man Modulsysteme für Photovoltaikanlagen her und habe es auf Anhieb geschafft, Bestmarken für Montagearten zu setzen. "Module anschrauben war gestern", betonte Werner Ilzhöfer. "Arbeitszeit ist kostbar und genau hier haben wir angesetzt. Wir haben das schnellste aerodynamische System, das auf dem Markt ist."
Astronomische Steuerung
Außerdem habe man auch Marktneuheiten für Industrie-Flachdächer entwickelt mit einer selbstkalibrierenden astronomischen Steuerung, bei dem sich das System immer genau auf den optimalen Winkel zur Sonne einstellt. Die Ausrichtung der Modulreihen erfolge im Gegensatz zu herkömmlichen Aufständerung in Ost-West-Richtung. "Selbst bei konservativ angenommenen Mehrerträgen von 20 Prozent werden die höheren Anfangsinvestitionen mindestens mit dem Faktor 4 wieder eingespielt, und die Investitionskosten amortisieren sich in Mitteleuropa nach fünf Jahren, in Südeuropa noch viel eher."
Werner Ilzhöfer führte das innovative Flachdachsystem in einer Computeranimation vor und verwies mit Stolz darauf, dass man vor einiger Zeit sogar in Australien zwei Anlagen installiert habe. Die Firma beschäftige derzeit bis zu 40 Mitarbeiter. Seine Bitte an die Politiker war, dass man verlässlicher und mit einem zeitlichen Vorlauf Änderungen ankündigen müsse, um Firmen nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Hinsichtlich innovativer Entwicklungen und Schutz von Ideen sollte auch das Patentamt den Schutz von Entwicklungen viel schneller bearbeiten, weil sonst Nachahmerprodukte die Kosten für die eigenen Entwicklung zunichte machten.
Alles in der eigenen Werkstatt
Seit über 40 Jahren gilt auch die Krines GmbH als kompetenter Partner für langlebige und qualitativ hochwertige Fenster, Türen und Wintergärten. Die Produkte würden von bis zu 50 Mitarbeitern komplett in der eigenen Werkstatt gefertigt. Durch diese führten dann Seniorchef Peter Krines sowie die beiden Söhne Jochen und Gunther die politische Prominenz und Gäste.
Gunther Krines erinnerte dabei auch an die Betriebsgründung im Jahre 1969 mit 70 Quadratmetern und einem Mitarbeiter. Schon 1972 sei die Erweiterung auf 500 Quadratmeter erfolgt, der weitere Abschnitte 1975 auf 1500 qm, 1979 auf 3 500 qm erfolgten. Eine große Bereicherung für die Kunden sei auch der Neubau eines Ausstellungspavillon im Jahre 1987 mit 870 qm gewesen, der 2005 auf 1000 qm erweitert worden sei. 1991 hatte man im Vorfeld schon die Produktionsfläche auf 5 800 qm erweitert und später habe man auch noch ein neues Verwaltungsgebäude gebaut.
Bei der Führung zeigte Jochen Krines mit Stolz den neuen "Power-Profiler", mit dem man wieder einen bedeutenden Schritt in die Zukunft der Fenster- und Türenproduktion gemacht habe und nun als einmaliges Bearbeitungszentrum für Holz- und Aluprofile gelte. Bis zu 8,5m lange Holzteile könne die Maschine nun am Stück verarbeiten und großflächige Fenster- und Glasflächen herstellen, wie sie in der modernen Wohnungsbauarchitektur anzutreffen seien.
Mit sichtbarem Stolz berichtete Peter Krines, dass man damit weltweit agieren könne und auch schon Projekte in Malibu in USA oder in Griechenland verwirklicht habe. "Diese Qualität unserer Firma ist natürlich auch in Deutschland gefragt, und so ist es nicht verwunderlich, dass wir derzeit eine sehr gute Auftragslage haben." Von den qualitativ hochwertigen Produkten überzeugten sich die Teilnehmer dann im Ausstellungspavillon.
Dieser ist auch geöffnet an diesem Wochenende dem 1. und 2. September anlässlich der Kirchweih in Sand und außerdem nimmt die Firma auch an der Ufra in Schweinfurt vom 29. September bis 7. Oktober in Schweinfurt teil.
MdEP Anja Weisgerber zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit der beiden Firmen, die auch in Umweltbelangen außerordentlich punkteten. "Unser Mittelstand ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ich komme selbst aus einem elterlichen mittelständischen Betrieb und mein Vater sagte mir immer wieder: Hier arbeiten - selbst und ständig." Sie gab ihrer Freude Ausdruck, dass die Region von europäischen Fördermitteln profitiere und nannte hier die Bereiche "Abt-Degen-Weintal", die "gelbe Welle am Main" und das Life-Projekt der Mainaue. Sie sehe sich in ihrer Aufgabe als Abgeordnete als Anwalt für Unterfranken. Die CSU sei auch für Bürger und Unternehmer der Ansprechpartner, weil sie auf allen Ebenen von der Kommune bis nach Europa vertreten sei.