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Vertreibungsopfer nicht unter Teppich kehren

Auszug aus Mainpost, 15. November 2009

Vor 60 Jahren wurde das Weiße Kreuz von Werneck auf Initiative der Wernecker Ortsgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft mit Unterstützung von Gruppen des Bundes der Vertriebenen (BdV) aus dem ganzen Landkreis Schweinfurt errichtet. Seit der Einweihung 1949 findet an diesem „Ostlandkreuz“ alljährlich eine Gedenkstunde zum Volkstrauertag statt, zu der am Sonntag auf Einladung des BdV Kreis Schweinfurt und des Marktes Werneck rund 150 Teilnehmer gekommen waren.

Im Mittelpunkt der Gedenkstunde stand das Erinnern an die Millionen Toten und Leidtragenden der Weltkriege und aller Opfer von Gewalt und Terror. Die Erinnerung an dieses unvorstellbare Leid, das vor allem Europa im vergangenen Jahrhundert verursacht und ertragen hat, sei eine wichtige Aufgabe, sagte Europaabgeordnete Anja Weisgerber in ihrer Gedenkrede. Aus diesen Erfahrungen heraus habe ein Versöhnungsprozess begonnen, der die Menschen in Europa einander näher gebracht hat und heute 27 europäische Staaten in Frieden leben lässt.

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