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Verneigung vor einer großen Frau

Schweinfurter Tagblatt, 19.06.2013

Bezirksversammlung der Frauen-Union Unterfranken würdigt Ursula Schleicher

Wenn es eine Frau verdient hat, für ihre politische Lebensleistung geehrt zu werden, dann bestimmt Ursula Schleicher. Auch die Frauen-Union (FU) Unterfranken ließ es sich nicht nehmen, der Ehrenbezirksvorsitzenden nachträglich zum 80. Geburtstag zu gratulieren und zu danken.

Bezirksvorsitzende und Europaabgeordnete Anja Weisgerber betonte in ihrer Laudatio, dass Schleicher „die Frauenpolitik der CSU, in Bayern, in Deutschland und auch auf europäischer Ebene, sowie die Frauen-Union Unterfranken entschieden geprägt“ habe.

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Zwei Jahre sind seit dem letzten Treffen vergangen, zwei Jahre, in denen die FU Unterfranken Familienpolitik anstoßen und mitgestalten konnte. Bezirksvorsitzende Anja Weisgerber verwies auf die zentralen Themen Frauenförderung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade zum ersten Punkt hat der unterfränkische Verband mit dem Mentoring-Programm ein erfolgreiches Instrument geschaffen, Frauen für Politik zu interessieren. Jetzt startet bereits die vierte Runde.

Dreizehn junge Damen aus ganz Unterfranken, neun von ihnen persönlich anwesend, werden bis zum Mai nächsten Jahres von Mandatsträgerinnen, darunter MdB Dorothee Bär, MdEP Anja Weisgerber, MdL und Landtagspräsidentin Barbara Stamm, an die Hand genommen, um ihnen Einblicke in das politische Geschäft zu gewähren. Zusätzlich wird den Teilnehmerinnen, auch Mentees genannt, ein Rahmenprogramm zur persönlichen und politischen Weiterbildung angeboten.

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Nächster Tagesordnungspunkt: die Neuwahl des FU-Bezirksvorstands. Hier gab es keine Veränderungen an der Spitze. Das alte Team bleibt für weitere zwei Jahre im Amt, also mit Weisgerber als Vorsitzende, Edeltraud Baumgartl (Schweinfurt-Land), Marianne Krohnen (Aschaffenburg-Land), Karin Renner (Bad Kissingen) und Ute Ulbrich (Haßberge) als ihre Stellvertreterinnen.

Spät, aber nicht zu spät, war auch sie zur Versammlung des Bezirksverbandes gestoßen – die FU-Landesvorsitzende und MdEP Angelika Niebler. Sie bescheinigte der unterfränkischen Frauenunion und besonders Weisgerber eine hervorragende politische Arbeit. Dass mit der stellvertretenden CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär, der bisherigen Europaabgeordneten Weisgerber und Andrea Lindholz gleich drei Frauen aus Unterfranken (insgesamt gibt es fünf Wahlkreise) direkt für den Bundestag kandidieren, „damit haben sie Geschichte geschrieben“. Für die bevorstehenden Wahlen auf Landes- und Bundesebene ermutigte sie alle anwesenden Damen, nach draußen zu den Leuten zu gehen und „für unsere Politik“ zu werben. Denn „auf jede (Frauen-)Stimme kommt es an“.

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