Auszug aus Mainpost, 19. März 2009
Anja Weisgeber referierte über Vorteile eines vereinten Europas
(ger) Hohen Besuch hatte die CSU-Frauen-Union Kreisverband Haßberge anlässlich ihrer Hauptversammlung im Hotel Goger in Augsfeld. Sowohl die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union, MdB Marion Seib, als auch die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber waren zu der Veranstaltung gekommen. Wobei sich Anja Weisgerber auch als designierte Nachfolgerin für die aus ihrem Amt als Bezirksvorsitzende scheidende Marion Seib vorstellte.
Vor der Jahreshauptversammlung kam die Europaabgeordnete auf Einladung der Kreisvorsitzenden der Frauen-Union Ute Ulbrich in den Tafelladen in Haßfurt, wo sie sich über die Arbeit der vielen freiwilligen Helfer der Tafel informierte und die Wichtigkeit dieses sozialen Engagements betonte. „Es ist mir ein großes Anliegen, die Tafeln zu unterstützen, und mein Besuch soll ein Stück Anerkennung Ihrer Tätigkeit sein“, sagte Weisgerber, die auch den Haßfurtern bereits mehrfach ihre Hilfe hatte zukommen lassen. Sie erfuhr unter anderem, dass die Mitarbeiter der Tafel jeden Tag unterwegs sind, um Waren bei den Geschäften oder dem Logistikzentrum in Schweinfurt abzuholen, dass sie jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr die Waren ausgeben und dass derzeit 537 Haushalte mit 1183 Personen einen Berechtigungsschein für den Erhalt von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs besäßen.
Anschließend sprach Anja Weisgerber in der Hauptversammlung über die Vorteile eines vereinten Europas. „Wir alle profitieren politisch und wirtschaftlich von der EU, die uns auch Sicherheit und Stabilität bietet“, sagte sie. Allerdings müsse die EU nicht alles regeln und „wir bayerischen Abgeordneten pfeifen die Europäische Kommission immer wieder zurück, wenn sie vorschreiben will, wie wir in unserem Land zu leben haben“. So solle in der Backstube der Bäcker das Sagen haben und nicht die EU-Kommission, führte sie angesichts des aktuellen Streits über das deutsche Vollkornbrot an. Die EU müsse aber auch ihre geografischen Grenzen kennen und die CSU werde die Europawahl in diesem Jahr zu einer Abstimmung über die Türkeifrage machen.
Ute Ulbrich erinnerte in ihrem Rechenschaftsbericht daran, dass vor 90 Jahren erstmals Frauen zur Wahl gehen durften und 42 Frauen in die Nationalversammlung einzogen. Heute seien 32 Prozent der Mitglieder des Bundestages weiblich.
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Marion Seib leitete die Neuwahlen. Dabei wurden die Kreisvorsitzende Ute Ulbrich aus Haßfurt, ihre Stellvertreterinnen Barbara Hein aus Knetzgau, Dorothee Bär aus Ebelsbach und Christiane Will aus Zeil, die Kassiererin Helga Schumacher aus Haßfurt, die Schriftführerin Maria Schlereth aus Knetzgau und ihre Stellvertreterin Adelgunde Schmitt aus Ebern sowie die Kassenprüferinnen Hannelore Kober aus Kerbfeld und Irene Orf aus Haßfurt wieder gewählt.