primaSonntag, 13. Februar 2012
Diskutiert wurden die Gesetzgebungspakete zur Struktur-, Forschungs- und Agrarpolitik, die derzeit auf europäischer Ebene beraten werden, sowie deren Auswirkungen für die Kommunen, Landwirte und Hochschulen Unterfrankens. Als Gast war Dr. Henning Arp, Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München, geladen.
In der laufenden Förderperiode (2007-2013) sind bereits viele Millionen Euro an europäischen Fördermitteln nach Unterfranken geflossen. Die Region profitierte seit 2007 bereits von mehr als 40 Millionen Euro aus den Strukturfonds (aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung 29 Millionen Euro, aus dem Europäischen Sozialfonds 13 Millionen Euro). Zudem gingen an die Universität Würzburg 20 Millionen Euro aus dem Forschungsrahmenprogramm. Die gute Nachricht ist, dass Unterfranken auch als wirtschaftlich sehr starke Region in der nächsten Förderperiode 2014-2020 wieder von Strukturfondsmitteln profitieren wird. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wieder mindestens ebenso viele EU-Mittel in Unterfranken ankommen werden, so Weisgerber. Die Chancen dafür stehen sehr gut, da Unterfranken in den vorgesehenen Förderschwerpunktzielen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Forschung, Innovation und kleine und mittlere Unternehmen bereits gut aufgestellt ist, ergänzte Arp.
Die AG Europa wurde vor einigen Jahren von Anja Weisgerber und dem damaligen Europaminister, Eberhard Sinner, gegründet. Sie dient dem gegenseitigen Austausch von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. An der Sitzung nahmen neben den Genannten auch MdL Oliver Jörg, Rudolf Trunk, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, die Präsidenten des Fränkischen Weinbauverbandes, des Fränkischen Zuckerrübenverbandes und des Bezirksverbandes des Bayerischen Bauernverbandes, Artur Steinmann, Dr. Jochen Fenner und Bernhard Weiler, sowie Vertreter der unterfränkischen Hochschulen teil.