Auszug aus Main Echo, 5. Juli 2010
Parteitag: Ruf nach Zusagen für Forschungszentrum
Fünf Tage vor der Kabinettssitzung in Bad Kissingen hat die unterfränkische CSU von der Staatsregierung Unterstützung für den Wissenschaftsstandort Unterfranken und die Einhaltung von Zusagen zur Einrichtung eines Forschungszentrums für Nanotechnologie in Würzburg eingefordert.
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Das neue Motto der Unterfranken-CSU stammt von Landtagspräsidentin Barbara Stamm: »Jetzt sind wir dran«, betonte sie Anfang Mai, als Ministerpräsident Horst Seehofer an einer Vorstandssitzung in Würzburg teilnahm. Seehofer versicherte damals, Unterfranken werde in München »gleichwertig mit allen anderen Teilräumen Bayerns« gesehen.
Unterfranken dürfe nicht nur Produktionsstandort sein, der »von anderen Zentralen aus gelenkt wird«, betonte der CSU-Bezirksvorsitzende Michael Glos. Wohin das führen könne, habe der Stellenabbau bei Siemens in Bad Neustadt gezeigt: »Unterfranken muss direkte Forschungszentralen bekommen «, so der Ex-Wirtschaftsminister. Entworfen wurde das Positionspapier zum Forschungsstandort Unterfranken im Arbeitskreis Hochschule der Unterfranken-CSU von der Europa-Abgeordneten Anja Weisgerber und den Landtagsmitgliedern Oliver Jörg (Würzburg), Eberhard Sinner (Marktheidenfeld) und Winfried Bausback (Aschaffenburg).
Konkret geht es darin um die Einrichtung namhafter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im Umfeld der unterfränkischen Hochschulen. »Es gibt 27 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Freistaat, 22 davon sind in Oberbayern. Unterfranken ist klar benachteiligt worden. Dabei sind wir exzellent aufgestellt und stehen in vielen Bereichen bereits in den Startlöchern. Wir brauchen ein ganz deutliches Signal aus der Kabinettssitzung «, betonte Weisgerber.
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