Saalezeitung
OB lässt politischen Aschermittwoch hochleben
Bad Kissingen (pz). Fast wäre der politische Aschermittwoch der CSU in Bad Kissingen ein weinig fad gebleiben. Fas. Nachdem Dr. Anja Weisgerber (27), CSU-Kandidatin für die Europawahl auf Listenplatz 4, ihre erste politische Rede vor einem größeren Publikum gehalten hatte, schaffte es ein sehr emotionaler Oberbürgermeister ein bisserl „Nibelungenhalle" in den Ratskeller zu bringen.
Karl Heinz Laudenbachs Blick ging dabei einen Straßenblock weiter, wo die SPD unter dem Titel „Visionen verboten?" ihre politische Aschermittwochsverantstaltung hielt. Visionen, so Laudenbach, hätte die SPD schon früher haben können. Jetzt geißelte der Rathauschef seinen Amstvorgänger, die derzeitige Politik nur schlecht zu reden, statt die Kraft dafür zu verwenden, sich für Bad Kissingen einzusetzen.
„Nur mit leerem Beutel kann man große Sprünge machen" erinnerte Laudenbach an die finanzielle Situation der Stadt, wie er sie übernommen habe. Am Vorabend der Eröffnung der „KissSalis"-Therme rückte er noch einmal das Licht seines und seiner Fraktion Wirken in die richtige Position: Dass heute die Bad Kissinger Vorzeige-Therme mit großem Wllness- und Sauna-Bereich ausgestattet sei, sei nicht der SPD zu verdanken. nach der Kommunalwahl habe man wieder aufgebessert. Schlecht reden wollte sich Laudenbach die „Kiss-Salis" nicht. Wer nicht bereit sei, seine Kraft positiv für die Sache einzusetzen, sondern nur kritisieren will, soll sich ein anderes Bestätigungsfeld suchen. „Der Rathaussaal ist kein Raum für frustrierte Wahlverlierer", so Karl Heinz Laudenbach.