Auszug aus Mainpost, 19. März 2009
EU-Abgeordnete Anja Weisgerber beim Empfang der Frauen-Union
(klb) Nach einem Jahr Pause trafen sich die Mitglieder des Kreisverbandes der Frauen-Union (FU) Main-Spessart zum Frühlingsempfangs im Festsaal des Mädchenbildungswerks (MBW) in Gemünden. FU-Kreisvorsitzende Linda Plappert-Metz hatte eingeladen, Elisabeth Schöbel aus Schaippach hatte das Treffen organisiert und Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber berichtete über ihre Arbeit in Brüssel. [...]
Sich gegenseitig zu unterstützen und so die Stärken der Frauen zu verdeutlichen, dazu forderte Plappert-Metz auf. An „unsere Anwältin in Europa“ gewandt, bat sie, sich für die Frauen einzusetzen und auch dafür, dass Antragstellungen bei der EU einfacher werden. Mit „habe weiter Biss, und wir stehen hinter Dir“, übergab sie für 40 Minuten das Wort an die Abgeordnete des Europäischen Parlaments.
Die Rechtsanwältin Weisgerber ist eine von 785 Abgeordneten in Brüssel und sitzt in drei Ausschüssen. Sie sieht sich als Ansprechpartnerin und Dienstleisterin ihrer Wähler. Weisgerber nahm Stellung zu dem Beitritt der Türkei in die EU und zur Finanzkrise. Sie habe erfolgreich dafür gekämpft, dass das Salz im deutschen Brot bleiben dürfe. Als Unterfränkin trete sie für die Wahrung regionaler Interessen ein – dazu gehörten unter anderem zusätzliche Fördermittel. Im „Superwahljahr“ sollen alle darauf hinwirken, dass viele an den Wahlen teilnehmen, appellierte sie an die CSU-Frauen. „Denn wir Bayern sind unterrepräsentiert.“ Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Weisgerber Fragen zur Abschaffung der Glühbirne, zum EU-Beitritt der Türkei, zu Brüssel und Straßburg, den Tagungsorten des EU-Parlaments, und zum Atomstrom aus Frankreich und Tschechien.
Ein Ständchen für die Geburtstagskinder des vergangenen Jahres aus dem Kreisvorstand und das Frühstücksbuffet rundeten den Empfang ab.