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Sonne darf scheinen

Bayernkurier

Aus der Europagruppe
Sonnenschein fällt nun doch nicht unter den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie zum Schutz vor optischer Strahlung. Das haben die EU-Botschafter der nationalen Regierungen in Brüssel beschlossen. Damit setzte sich die Position der CDU / CSU-Gruppe im Europäischen Parlament durch. "Das ist ein großer Erfolg für uns. Wir haben erfolgreich gegen viele Widerstände im Plenum für eine unbürokratische Lösung gekämpft und am Ende auch Rat und Kommission überzeugt", erklärt die sozialpolitische Sprecherin der CSU -Gruppe im Europäischen Parlament, Anja Weisgerber (Bild). Nach der der Entscheidung, die vom Vermittlungsausschuss und danach noch von Rat und Parlament formell bestätigt werden muss, sind Maßnahmen der Arbeitgeber zum Schutz ihrer Arbeitnehmer vor Sonnenschein nicht mehr notwendig. Im alten Richtlinienvorschlag standen ganze ,,Aktionsprogramme" und Anweisungen, wie Arbeitnehmer' die im Freien arbeiten, mit T-Shirts und Sonnencreme auszustatten seien. Weisgerber:
"Das wäre ein irrsinniges Bürokratieprogramm geworden. Jeder
vernünftige Mensch weiß selbst, wann und wie er sich vor Sonne schützen muss. Das ist eine Frage der Eigenverantwortung und so ziemlich das letzte,
. was Europa regeln muss." Die CSU-Europaabgeordnete freut sich auch darüber, dass sich das Parlament durchsetzten konnte: "Das Beispiel zeigt, dass die Abgeordneten der Regulierungswut der•Kommission nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern die Macht haben, Richtlinien im Sinne der Bürger zu gestalten. Wir haben eine ganz konkrete Verbesserung erzielt und einen Bürokratiewust mit Zusatzkosten besonders für die kleineren und mittleren Unternehmen verhindert."