Bayernkurier, 29. September 2012
„Mein Ziel ist ein Markt, dem Verbraucher und Patienten vertrauen können“, betonte John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, in Würzburg. Natürlich brauche es dafür verlässliche Regelungen und hohe Standards für die Industrie. Dabei sei Brüssel jedoch stets darauf bedacht, dass die bürokratischen Hürden so niedrig wie möglich sind, so Dalli im Gespräch mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber, mit Vertretern der unterfränkischen Lebensmittel- und Gesundheitsbranche, Patientenvertretern, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Bundesinnenstaatssekretär Gerhard Eck. Zur gesundheitspolitischen Fachdiskussion eingeladen hatten Weisgerber und die IHK Würzburg-Schweinfurt. Ein Thema war die anstehende Überarbeitung der Medizinprodukterichtlinie, die die Sicherheit von Medizinprodukten in Europa steigern soll. „Der Brustimplantateskandal des französischen Herstellers PIP hat gezeigt, dass das notwendig ist“, so Weisgerber. Der Fall PIP sei weniger ein Zulassungs- als ein Kontrollproblem gewesen, unterstrichen Weisgerber und Dalli. Weisgerber: „Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger steht für mich im Mittelpunkt.“