Bayernkurier, 26. Februar 2011
„Arzneimittelfälschungen werden zu einem immer größeren Problem – darum ist es wichtig, dass die EU auf diesem Gebiet noch aktiver wird“, begrüßt die gesundheitspolitische Sprecherin der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber, die überarbeitete Richtlinie zur Arzneimittelfälschung. Längst würden nicht mehr nur sogenannte Lifestyle-Arzneimittel sondern auch innovative und lebensrettende Medikamente gefälscht, erläutert Unterfrankens Europaabgeordnete. Ein besserer Schutz vor Fälschungen soll durch die Einführung von neuen Sicherheitsmerkmalen erreicht werden. Das sieht der Entwurf einer Richtlinie vor, auf den sich Kommission und Parlament geeinigt haben. Weisgerber: „Dadurch wird es möglich, direkt in der Apotheke festzustellen, ob es sich um ein Originalprodukt handelt.“ Die Richtlinie bezieht den Verkauf über das Internet ein, betont Weisgerber: „Das Internet gewinnt als Bezugsquelle für Medikamente immer mehr an Bedeutung; deshalb sollten auch hier einheitliche europäische Regelungen gelten.“ Der Richtlinienentwurf sieht die Einführung eines einheitlichen Logos vor, das nur registrierte und von den Behörden genehmigte Internetseiten tragen dürfen. Weisgerber: „Nicht alle Internetapotheken sind per se gefährlich. Man muss aber seriöse Anbieter von schwarzen Schafen unterscheiden können.“