Kissinger Saalezeitung
CSU-Mitglieder besuchten Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber in Brüssel
THUNDORF. Zu einer dreitägigen Informationsfahrt in die europäische Hauptstadt Brüssel startete der CSU-Ortsverband Thundorf auf Einladung der Europaabgeordneten Dr. Anja Weisgerber.
Unter der Reiseleitung von CSU-Ortsvorsitzenden und Bürgermeister von Thundorf, Anton Bauernschubert, bildete den Auftakt der Besuch im Europaparlament bei Unterfrankens einziger Abgeordneten Dr. Anja Weisgeber, die sich als Anwältin für ihre Heimat Unterfranken in Brüssel sieht. Sie ist in drei Ausschüssen vertreten und nebenbei noch Kreisrätin im Landkreis Schweinfurt und Gemeinderätin in Schwebheim.
Weisgerber erklärte sehr engagiert ihre Schwerpunkte der parlamentarischen Arbeit, als Umwelt-, Gesundheits-, Sozial- und Sportpolitische Sprecherin der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Anja Weisgerber ist im Ausschuss für Umwelt, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit und im Ausschuss für Arbeit und Soziales vertreten.
Die Themenvielfalt aus der Agenda des Europäischen Parlaments bringt es mit sich, dass die CSU- Europagruppe aus ihren Reihen Experten für Fachthemen ernannt hat. Neben der Arbeit in den beiden wichtigen Ausschüssen hat Dr. Anja Weisgerber darüber hinaus für die kommenden fünf Jahre das Amt der sportpolitischen Sprecherin inne. Zu Ihrer Arbeit im Parlament zählen vor allem die Berichte und Stellungnahmen im Gesetzgebungsprozess der EU.
60 bis 70-Arbeitsstunden
Alle Themen, die Dr. Anja Weisgerber im Parlament bearbeitet, wirken sich natürlich auch auf ihre Heimat in Unterfranken aus. Die Arbeitszeitrichtlinien betreffen vor allem die Krankenhäuser. Die junge, dynamische und ehrgeizige CSU-Europaabgeordnete zählt mit ihren 31 Jahren zu den jüngsten Volksvertretern im Europaparlament. In dieser Funktion ist sie Woche für Woche 60 bis 70 Stunden aktiv und es bleibt ihr deshalb nicht viel Zeit für Freizeit und Privates. Auch während des Besuches, an dem auch eine andere Gruppe aus Unterfranken teilnahm, musste Dr. Anja Weisgerber die Diskussion beenden, denn ihr Flieger wartete bereits zum Wochenendheimflug. Es blieb gerade noch soviel Zeit, dass Reiseleiter Anton Bauernschubert ihr im Namen der Besuchergruppe danken und ein kleines Präsent in Form von heimischen Produkten überreichen konnte. Die weitere Führung durch das Parlamentsgebäude übernahm dann eine Mitarbeiterin von Frau Weisgerber.
Stadtführung
Am zweiten Tag stand eine Stadtführung durch Brüssel auf dem Programm mit dem Besuch des königlichen Viertels, vorbei am Wahrzeichen von Brüssel, dem Atomium im Stadtteil Heysel, den modernen Glaspalästen im europäischen Viertel und zum Schluss nach zwei Stunden endet die Führung am Grande Place und dem Grote (großen) Markt. Um 13 Uhr stand der Besuch der Bayerischen Vertretung an. Den Teilnehmern wurde ein Referat über die Bedeutung der Vermittlung der besonderen Interessen Bayerns näher gebracht. Dr. Markus Schick, zuständig für Angelegenheiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz erklärte recht anschaulich und verständlich die politischen Schwerpunkte und die Verbindung der bayerischen Botschaft zum Europäischen Parlament und zum Ausschuss der Regionen. Wenn auch die Position im Ausschuss der Regionen nur eine untergeordnete Rolle spielt, so sind doch, so Dr. Schick, die Gespräche und Kontakte im Vorfeld eine wichtige Meinungsbildung für eine spätere europäische Gesetzgebung.
Der Rest des Tages war dann zur freien Verfügung, bevor es am dritten und letzten Tag in die Rubenstadt Antwerpen ging. Dort fand ein knapp zweistündiger Stadtrundgang mit einem Ortskundigen Führer statt. Alle Teilnehmer zeigten sich fasziniert und begeistert, vor allem über die Architektur, dieser 500 000 Einwohner zählenden Stadt der Diamanten. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass an diesem Tag der Besuch der Kathedrale, aufgrund eines Requiems nicht möglich war.
Mit vielen neuen gewonnenen Eindrücken trat man schließlich wieder die Heimreise an. Wie es sich für christliche "Schwarze" gehört, wurden zum Abschluss dieser schönen und gelungenen Fahrt einige Marienlieder im Bus gesungen.