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Schüler geben Politikerin Hausaufgaben mit

Auszug aus Mainpost, 27. Oktober 2009

Eine gute Figur machten die Zehnt- und Elfklässler des Gymnasiums, als Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber sie am Dienstag besuchte. Ihre Fragen zeigten, dass sie sich auf den Besuch der CSU-Politikerin aus Schwebheim vorbereitet hatten. Sie trauten sich auch Kritik zu üben. Weisgerber nahm nach zwei Schulstunden Hausaufgaben mit nach Hause.

„Manchen Fragen gehe ich nochmal nach.“ Es sei ihr bei Besuchen an Schulen noch nicht untergekommen, dass Schüler so spezielle Fragen stellten wie am Dienstag am Brückenauer Gymnasium. Dabei sagt Sozialkundelehrer Günther Vogel, dass er bei der Doppelstunde Vorbereitung nicht mit den 16- und 17-Jährigen abgesprochen habe, was genau gefragt wird. Er habe die Diskussion nicht zensieren wollen.

Es kamen Fragen, die zu erwarten waren. Wie Weisgerber zum EU-Beitritt der Türkei steht. Aber es gab auch Fragen zum Lissaboner Vertrag und wie Weisgerber die Kritik der USA sehe, dass damit die Nato unterlaufen werde. Da gab die Politikerin zu, noch mal genauer nachforschen zu müssen.

Ein Schüler stellte fest, dass in den Köpfen immer noch zu national gedacht werde. Ein anderer kritisierte Bundestagsabgeordnete, die laut eines Fernsehberichts nicht erklären konnten, was im Lissaboner Vertrag steht. Allerdings räumte der Jugendliche ein, dass die Abgeordneten sehr viel zu tun haben. Über das Verständnis freute sich Weisgerber und fügte an: „Wir sind alle spezialisiert.“

(...)

Nach zwei Stunden eilen die Schüler weiter zum nächsten Unterricht. Der 17-jährige Marc Scheller sagt, dass es „schon sehr interessant“ gewesen sei, mit der Politikerin zu diskutieren. Das Thema Europa habe einen zu geringen Wert und sei zumindest mal kurz aufgeblüht. Franziska Beck (16) lobte Weisgerber als nah am Menschen.

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