Schweinfurter Tagblatt, Haßfurter Tagblatt und Wochenpost, 27. April 2011
Das neue Beratungsangebot „Frau und Beruf“ werde von Anfang an gut angenommen. Die Beraterin aus Bad Kissingen habe gleich bei ihrem ersten Beratungstag gut zu tun gehabt. Die Initiatorin dieses Angebots, Frauen-Unions-Bezirksvorsitzende Anja Weisgerber, habe sich vor Ort persönlich vom Erfolg der speziellen Berufsberatung für Frauen informiert, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Haßberge.
Der erste Haßfurter Beratertag des Rhön-Saale-Gründerzentrums (RSG) Bad Kissingen fand in den Räumen der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Haßberge, Alte Brückenstraße 3, statt. Beraterin Katja Romeis führte gleich einige Beratungsgespräche. Da das Projekt im Landkreis aber erst angelaufen sei, lasse sich jedoch noch nicht feststellen, welche Themen schwerpunktmäßig nachgefragt würden.
Die nächsten Beratungstage finden am 12. und am 23. Mai statt. Weitere monatliche Termine folgen. Zudem ist für den 11./12. Juli ein Bewerbungsseminar geplant.
Auch die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union, Anja Weisgerber, die sich für eine regionale Ausdehnung des Kissinger Beratungsangebots eingesetzt habe, habe sich vor Ort einen Eindruck vom Erfolg ihrer Initiative verschafft.
Dazu schreibt die unterfränkische Europa-Abgeordnete: „Frauen verdienen nicht nur durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer, sie sind auch von der Wirtschaftskrise stärker betroffen als Männer.“ Hinzu komme, dass unsere Gesellschaft immer noch vom traditionellen Bild der Frau als Mutter dominiert werde, die ihren Beruf und ihre Karriere zugunsten der Kinder einschränke oder aufgebe. Frauen hätten es dadurch oft schwerer, in der Berufswelt Fuß zu fassen oder sich weiter zu entwickeln.
Das Landratsamt Haßberge geht nun nach eigenem Bekunden seit April 2011 mit gutem Beispiel voran. In der neu eingerichteten „Beratungsstelle Frau & Beruf“ könnten sich Frauen mit den verschiedensten Hintergründen beraten lassen.
Die „Beratungsstelle Frau & Beruf“ wird vom europäischen Sozialfonds und vom Freistaat Bayern im Rahmen der Initiative „ESF in Bayern – Wir investieren in die Menschen“ gefördert. „Ich freue mich sehr, dass unsere Überzeugungsarbeit auf fruchtbaren Boden gefallen ist und alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben. Außerdem freue ich mich, dass es mir zusammen mit den Projektträgern wieder gelungen ist, europäische Fördermittel in unsere Region zu bringen“, so Weisgerber. Die Beratungsstelle hier in Haßfurt sei ein entscheidender Schritt hin zu mehr Familienfreundlichkeit in unserer Region.
Des weiteren ließ Weisgerber wissen: „Frauen haben es in unserer Gesellschaft nicht immer leicht. Viele Frauen in Deutschland leisten täglich einen Balanceakt zwischen Familie und Beruf.“ Daher sei es wichtig, „gerade unseren Frauen mit einer solchen Beratungsstelle zur Seite zu stehen“.