Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Schon ein Auftrag an Weisgerber

Schweinfurter Volkszeitung

Kessler-Rosa: Gemeinnützigkeit muss bleiben!
Schweinfurt (CHR): Über 24 soziale Einrichtungen und Dienste unterhält das Diakonische Werk Schweinfurt. Es ist nach den Großbetrieben der größte Arbeitgeber in der Stadt. Anja Weisgerber, die (evangelische) Kandidatin fürs EU-Parlament, hat vor kurzem das Pflegezentrum Maininsel und das Pflegezentrum Maininsel und das Paul-Gerhardt-Haus besucht "weil europäisches Recht auch die Arbeit von sozialen Verbänden immer stärker tangiert," so die Bezirksvorsitzende des Evang. Arbeitskreises, Ruth Bauer.
Diakonie-Geschäftsführer Jochen Kessler-Rosa bat die designierte EU-Parlamentarierin Dr. Weisgerber bei diesem Besuch, in Brüssel Sorge zu tragen, dass die "Gemeinnützigkeitsbescheinigung" für Vereine in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Diese Entscheidung zu Steuererleichterungen für mildtätige, kirchliche, kulturell herausragende Vereine sowie für den Sport, den Naturschutz, das Amateurfunken, den Fasching, Hundezüchter und Kleingärtner, sei einmalig in Europa.
Nach einer Konferenz der Diakonie-Geschäftsführer in Brüssel hat Kassler-Rosa "Zweifel über die Beständigkeit deutscher Sozialstrukturen bekommen" zumal diese Aufgaben beispielsweise in Holland oder Frankreich vom Staat und nicht von "privater Seite" getragen werden. "Diese Gemeinnützigkeit darf nicht unter die Räder des EU-Rechts kommen; wir müssen auch unwirtschaftliche Dinge tun können", fürchtet er insbesondere um die Alten- und Behindertenbetreuung.
Weisgerber dankte für die Information und versprach, sich für den Erhalt des Modells zur Steuervergünstigung für gemeinnützige Vereine, die deren Geschäftsbetrieb in drei Bereiche teilt (nur einer davon ist besteuert) einzusetzen.
Klaus Wanka, Diakonie-Mitarbeiter und Leiter des "Treffpunkt Ehrenamt" stellte bei dem Besuch die allgemein-kirchliche Sozialarbeit der Diakonie vor 1280 Kontakte habe es letztes Jahr in der Bahnhofsmission gegeben. Das Übernachtungshaus für Wohnungslose sei von 60 bis 70 Leuten genutzt worden, "früher waren es doppelt so viele". Anfang Juli soll im Adolf-von-Kahl-Haus an der Friedhofstraße im Dachgeschoss eine neue Zwei-Zimmer-Wohnung für Dauergäste zur Reintegration bereitgestellt werden.
Kessler-Rosa sieht die gute soziale Arbeit vor Ort "ohne Skandale und große Protestaktionen" als einen der Gründe dafür, warum in Schweinfurt "keine Stammtische herumgeistern" und keine Kirchenasyl-Aktionen erforderlich seien.
Weisgerber versprach er, sie über künftige Entwicklungen der Diakonie zu informieren, auch wenn es mal dicke Schmöker sind.