MainPost, 18. Juni 2012
Dass Bad Kissingen am Samstag Gastgeber der Bezirksversammlung der Frauen Union war, würdigte Kreisvorsitzende Nikola Renner-Knopp (Bad Kissingen) als „das herausragende Ereignis, sozusagen die Krönung für unsere acht Ortsverbände im Kreis“. Rund 200 Frauen gehören dem Kreisverband Bad Kissingen an, in ganz Unterfranken hat die Organisation rund zehnmal so viele Mitglieder. Bezirksvorsitzende ist Europaabgeordnete Anja Weisgerber (Schwebheim).
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Die Bezirksversammlung stand unter dem Hauptthema „Ist unser Gesundheitssystem zukunftsfähig?“. Thema war zudem das so genannte Mentoring Programm. Gerade das Hauptthema habe Bad Kissingen für die Ausrichtung der Bezirksversammlung prädestiniert, sagte Nikola Renner-Knopp: „Es ist für die Menschen hier ein wichtiger Aspekt, da doch viele von der Kur leben“. In anderen Bereichen seien Betriebe aus dem ehemaligen Zonenradgebiet nach Thüringen abgewandert, für Bad Kissingen, wo schon Otto von Bismarck gekurt und Angela Merkel eine Rede gehalten habe, sei Kur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
„Ohne Frauen ist kein Staat zu machen“ – diese Feststellung traf Bezirksvorsitzende Anja Weisgerber. Selbst die CSU sei weiblicher geworden, so die Europaabgeordnete, die damit der alten Behauptung widersprach, „wenn eine Frau etwas werden will, muss sie ein Mann sein“.
Start in dritte Runde
Dass dem nicht mehr so sei, dazu habe auch das Mentoring Programm der Frauen-Union beigetragen. „Unser Mentoring Programm soll den Frauen das Rüstzeug geben, damit sie sich auch in der Politik engagieren“. Beim Bezirksversammlung startet die dritte Runde. Das Programm bestehe aus zwei Elementen: einem „fachlichen Teil“ mit Vorträgen, Unterricht und Visiten bis hin zum Bundestagsbesuch in Berlin. Der andere Teil nenne sich Mentoring-Tandem. Dabei nehme eine Mentorin, meist eine Mandatsträgerin, eine Mentee, also „eine in der Politik engagierte und interessierte Frau an die Hand“, um ihr das politische Geschäft zu vermitteln. Zwei dieser Alt-Mentees seien heute JU-Kreisvorsitzende, einige weitere Frauen seien in den Vorständen der Partei auf Orts-, Kreis- und Bezirksverbandsebene. Damit sei ein wichtiger Aspekt erreicht, nämlich dass sich mehr Frauen politisch engagieren. Denn noch immer, so Weisgerber, „sind die Frauen auf allen politischen Ebenen unterrepräsentiert“. Nach der Vorstellung der Mentorinnen und ihrer neuen Mentees, rundete eine Diskussion über die Frage „Ist unsere Gesundheitssystem zukunftsfähig?“ die Bezirksversammlung in Bad Kissingen.
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