MainPost, 29. August 2011
Wie werden nach alter Tradition Löbben gemacht oder wie wird Papier hergestellt? All dies und viel mehr rund um das historische dörfliche Handwerk konnte man am Wochenende im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen erfahren. Beim Großen Museumsfest gaben fast 40 Aussteller Einblick in alte Handwerkskünste. Wie werden nach alter Tradition Löbben gemacht oder wie wird Papier hergestellt? All dies und viel mehr rund um das historische dörfliche Handwerk konnte man am Wochenende im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen erfahren. Beim Großen Museumsfest gaben fast 40 Aussteller Einblick in alte Handwerkskünste.
Die Europaabgeordnete Anja Weisgerber lobte in ihrer Eröffnungsrede das Museum als „greifbaren Botschafter der fränkischen Kultur, der verständlich und erlebbar macht, wie unsere Vorfahren früher gelebt haben und uns damit lehrt, unsere fränkischen Wurzeln zu schätzen“. Weisgerber brach eine Lanze für ihre Heimat und hob hervor, dass die Wahrung von Kultur und Tradition und die Entwicklung des ländlichen Raums wichtige Ziele der Europäischen Union sind. Binnen sieben Jahren sind über das sogenannte Leader-Programm 3,5 Millionen Euro Fördermittel in den Landkreis Rhön-Grabfeld geflossen. Davon hat auch das Freilandmuseum profitiert. 100 000 Euro gab es aus dem Leader-Topf für das jüngste Museumsprojekt, den Ausbau des Dreiseithofs aus Leutershausen zu einem museumspädagogischen Zentrum. Weitere Projekte, wie die „Region im Koffer“, wurden mit knapp 70 000 Euro gefördert.
Das Museumsfest war auch dieses Jahr wieder ein Besuchermagnet. Während es am Samstag, bedingt durch die unbeständige Witterung, noch gemächlicher zuging, herrschte am Sonntag schon zur Mittagszeit Hochbetrieb im Museumsdorf. Die Hofstellen, wo Handwerker sämtlicher Sparten, vom Papiermüller über die Glasbläserin bis zum Schmied ihr Können zeigten, waren von Besucherscharen umlagert. Neben altem Handwerk waren Handarbeiten wie Klöppeln oder Weben zu bestaunen. Neuer Anziehungspunkt war der Hof aus Leutershausen, wo die Museumsgäste die Aktionsscheune und das „Haus zum Anfassen“ unter die Lupe nehmen und sich über das umfangreiche museumspädagogische Angebot informieren konnten.
Das Museumsfest war wieder verbunden mit einem kulinarischen Streifzug durch die Region. Im Ausschank gab es das süffige Museumsbier und die Wirtevereinigung „Rhöner Charme“ servierte regionale Spezialitäten wie Fränkisches Schäufele, Rhönschäfersteak und Rhönforelle.
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