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Positive Bilanz zur EU-Hygienezulassung

Deutsche Handwerks Zeitung, 5. März 2010

Die Arbeitsgemeinschaft Europa berichtet über den Zulassungsstatus in Unterfranken

Am 12. Februar tagte die von Dr. Anja Weisgerber (CSU), Mitglied des Europäischen Parlaments, ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft Europa im Großen Saal der Handwerkskammer in Würzburg. Die Arbeitsgruppe dient dem Austausch europarelevanter Themen durch Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Zentrale Punkte beim vergangenen Treffen waren der Forschungsstandort Unterfranken sowie die abschließende Bilanz zur EU-Hygienezulassung in Unterfranken. Das EU-Hygienepaket, das bereits im Januar 2006 in Kraft getreten ist, regelt, dass alle schlachtenden Betriebe, die mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs umgehen, eine Zulassung beantragen müssen. Die Übergangsfrist endete am 31. Dezember vergangenen Jahres. Bisher wurden Hygienestandards durch nationale Gesetze geregelt, jetzt gibt es einen europaweiten Standard. „Das ist vor allem für kleinere und mittlere Betriebe ein Vorteil“, sagt Dr. Anja Weisgerber, „da es für diese Betriebe sehr viele Spielräume gibt.“ In Unterfranken haben derzeit knapp 95 Prozent der 302 Betriebe, die einen Antrag stellten, ihre Zulassung erhalten. Dr. Andreas Metschke, Vizepräsident der Regierung von Unterfranken, erläuterte, dass noch nicht alle Anträge zum jetzigen Zeitpunkt endgültig bearbeitet sind.
Hugo Neugebauer, selbst Metzgermeister und Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, weiß: „Es waren Auflagen zu erfüllen und vielfach mussten die Betriebe investieren. Dennoch: Aufgrund der neuen Auflagen musste kein einziger Betrieb in Unterfranken schließen. Vielmehr ist die Zulassung ein richtiger Weg in die Zukunft.“ Alle zugelassenen Betriebe erhalten ein Siegel mit Urkunde, die gut zu werbewirksamen Maßnahmen genutzt werden könne. Dr. Anja Weisgerber betont: „Unsere unterfränkischen Metzgereien waren bereits auf einem sehr hohen Niveau. Und jetzt können die Betriebe mit ihrer Zulassung nach außen gehen.“