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"Politiker sind für die Menschen da"

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Horst Seehofer zu Europawahlkampf-Auftakt der CSU in Karlstadt

Karlstadt: Warten auf Seehofer: Mit rund einer Stunde Verspätung traf der stellvertretender CSU-Landesvorsitzender Horst Seehofer in Karlstadt zur Wahlveranstaltung für die Europawahl am 13. Juni ein, zu der die CSU eingeladen hatte.

"Politiker sind für die Menschen da und nicht die Menschen für die Politiker", erklärte Horst Seehofer in seiner knapp einstündigen Rede den zahlreichen Besuchern auf dem Karstadter Marktplatz. Dabei forderte er einen Strategiewechsel, um Wachstum und Beschäftigung zu fördern. "Nicht die Menschen sind schlecht, sondern die politischen Rahmenbedingungen", betonte er. Bürokratie müsse reduziert werden. Viel Beifall erhielt er auch für die Aussage, dass es kaum jemand merken würde, wenn die regionalen Planungsverbände oder auch die Bezirksregierungen aufgelöst würden.

Auf das Gesundheitswesen eingehend stellte Horst Seehofer klar, dass das Gesundheitswesen ohne eine Vollbeschäftigung auf Dauer nicht in Griff zu bekommen ist. Er ermahnte die Zuhörer, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und damit auch ihre Verantwortung für Europa zu zeigen. "Es wird nie eine Zeit ohne Probleme geben", erläutere er. Aber man könne die Probleme mit Optimismus und Zuversicht angehen.

Beim Blick auf das Sozialsystem und die Solidarität stellte Horst Seehofer die Forderung, dass die Höhe der Sozialhilfe sich deutlich von der Höhe des niedrigsten Arbeitslohn unterscheiden muss. "Aber ein erstklassiges Sozialsystem kann es nur mit einer erstklassigen Wirtschaft geben", betonte er.

Neben dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Zöller konnte der stellvertretende Kreisvorsitzende Thorsten Schwab auch die Europakandidatin Dr. Anja Weisgerber, den ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages und CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Alfred Biehle sowie die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes Karlstadt, Irene Maier, begrüßen. "Viele Bürgerinnen und Bürger denken die Europawahl ist nicht wichtig und wollen nicht wählen gehen", betonte er. Ich bin mir sicher, dass Esten, Letten oder Polen so nicht denken und wählen gehen."

In ihrem Grußwort stellte die Europakandidatin Dr. Anja Weisgerber heraus, dass die Interessen von Bayern nur durch Bayern im Europaparlament vertreten werden können. "Dies bietet nur die CSU" erläuterte sie und rief die Bürger zu einer hohen Wahlbeteiligung auf.

Bundestagsabgeordneter Wolfgang Zöller fiel die Aufgabe zu, die Zeit bis zur verspäteten Ankunft von Horst Seehofer zu überbrücken.

Dabei stellte er klar heraus, dass er von der Ausbildungsplatzabgabe nichts hält sowie die Diskussion über eine geplante Mautgebühr für Autofahrer nicht nachvollziehen kann.

Für die musikalische Unterhaltung während der Wahlveranstaltung sorgte die Trachtenkapelle Heßlar, unter der Leitung von Steffen Münch.