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Plädoyer für gegliedertes Schulsystem

Main Post, 24. Januar 2011

1984 hat der heutige Fraktionschef der CSU und damalige Vorsitzende der Jungen Union, Stefan Funk, den Neujahrsempfang der JU ins Leben gerufen. Sehr schnell wurde er auch zur Veranstaltung der Mutterpartei, der CSU. Seit 1988 hat dazu Hans Gerhard Stockinger begrüßt, jetzt tat er es zum letzten Mal. Im Frühjahr verabschiedet er sich aus dem Amt des Vorsitzenden. Definitiv, obwohl ein klarer Favorit für die Nachfolge bislang nicht auszumachen ist.

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Ehrengast war also Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle, der von der Statur und der Art zu reden ein bisschen an den großen Franz Josef Strauß erinnert, bei seinem Auftritt in Schweinfurt jedoch nicht den Säbel zog, sondern mit dem filigranen Florett für das gegliederte Schulsystem eintrat. Dabei empörte er sich lediglich ein bisschen darüber, dass „der große Kracher und Versager“, die Einheitsschule, wieder in die Diskussion eingebracht werde. Von einem Menschenbild ausgehend, das den Einzelnen in den Mittelpunkt stellt und seinen Bedürfnissen und Talenten nach fördert, sprach sich Spaenle für die Stärkung der Haupt- und Mittelschulen aus, verwies auf die Bedeutung der Real-, Fach- und Berufsoberschulen, wenn es darum gehe, qualifizierte Kräfte für die Wirtschaft heranzuziehen. Politik der Staatsregierung sei es, Eltern und Kommunen verstärkt in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Die Eigenverantwortung der einzelnen Schulen soll gestärkt werden.

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Bei seiner Begrüßung freute sich Stockinger besonders über die Anwesenheit des ehemaligen Wirtschaftsministers Michael Glos, des Innenstaatssekretärs Gerhard Eck und dessen Vorgänger Bernd Weiß, über die Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber und, wohl nicht überraschend, über viele Vertreter aus dem Schulleben.

OB Sebastian Remelé sprach von einem guten Start ins neue Jahr, mit dem für ihn positiven Bürgerentscheid um das Alte Krankenhaus und der Umgestaltung der Hadergasse, die gerade auf den Weg gebracht worden sei. Gerhard Eck würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden CSU-Verbänden in Stadt und Landkreis gerade auch nach der Stimmkreisreform.

Das Schlusswort hatte JU-Vorsitzender Oliver Schulte. Er nutzte es, um Stockinger dafür zu danken, dass er dem Parteinachwuchs stets ein Förderer gewesen sei.

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