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Pizza, Pasta, Politik

Saalezeitung

Vor der EU-Wahl Diskussion mit Basis

Bad Kissingen. Eingeleitet durch die Europahymne eröffnete der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Sandro Kirchner, in dieser Woche "eine etwas andere Wahlveranstaltung".

"Mit dem Titel "Pizza-Pasta-Politik" ging es dabei um die Europawahl am 13. Juni, Referentin war die 28-jährige CSU-Europakandidatin Dr. Anja Weisgerber aus Schwebheim. Neben der Politik, waren vor allem kulinarische und unterhaltsame Highlights mit den Kabarettisten Fabian Ernst und Christian Wahler geboten.

Der Kreisvorsitzende der CSU und Landtagsabgeordnete Robert Kiesel betonte dabei, dass die Europawahl von großer Wichtigkeit ist und nicht unterschätzt werden dürfe. Nur über eine gute Wahlbeteiligung in Bayern könne die CSU bundesweit die Wahl erfolgreich bestehen und in Europa bayerische Interessen wahren.

Nach Ihrer persönlichen Vorstellung ging die junge Rechtsanwältin Dr. Weisgerber auf die europäische Politik ein. Vorne weg merkte sie an, dass in den nächsten Wochen wichtige Weichen für Europa gestellt werden. Mit der EU-Osterweiterung und dem anstehenden Verfassungsvertrag gäbe es viele Ansätze, Europa zu gestalten und auch bayerische Interessen zu vertreten.

In der Diskussion stellte der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende und Hotelbetreiber Peter Franke-Vahldieck die Frage, warum die deutschen Krankenkassen Kuraufenthalte im europäischen Ausland finanziell bezuschussen, aber im umgekehrten Fall "europäische" Kassen keinen Beitrag für Kuraufenthalte in Deutschland aufbringen. Sandro Kirchner fragte, wie die europäischen Aufgaben der EU-Osterweiterung bewältigt werden können, "wenn wir es selbst im eigenen Land, durch die deutsche Wiedervereinigung, noch nicht geschafft haben, gleiche Voraussetzungen für den mittelständischen Wettbewerb zu schafften".

Bezüglich der Kurproblematik sagte Weisgerber, dass es gerechter wäre, wenn auch die Krankenkassen im europäischen Ausland verpflichtet wären, äquivalente Leistungen für Kuraufenthalte in Deutschland zu bezahlen, da ansonsten der Gleichheitsgedanke nicht gewahrt sei.