Auszug aus Mainpost, 17. Januar 2010
Schwarze Elf startet den Reigen ihrer Prunksitzungen – Büttenreden, Tänze und Akrobatik
Einen Riesen-Aufmarsch gab es zum Start der Schwarze-Elf-Prunksitzungen, als im Gefolge der Stadtpfeifer gleich 30 Gardetänzer der Buchnesia Nürnberg, das Schweinfurter Prinzenpaar und eine schier endlose Zahl von Elferräten in der Stadthalle einzogen. So eng wurde es da auf der Bühne, dass buchstäblich ein Käfig voller Narren entstand. Darin konnte es losgehen, mit der Fastnachts-Spin(n)erei nach dem Motto der Kolpingnarren, „Bei uns is' schöö!“.
Durchweg hielt die Veranstaltung, was sie unter diesem Motto versprochen hatte, lebte von Witz und Satire, wunderbaren Kostümen, beeindruckender Akrobatik und gelungener Choreographie. Auch Situationskomik sorgte immer wieder für Begeisterung, wie etwa bei der närrischen Auszeichnung von Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser und der CSU-Europa-Abgeordneten Anja Weisgerber. Als hätten sie es abgesprochen, erschienen beide in schwarzer Hose und rotem Jäckchen, Letztere nur zusätzlich noch mit Federboa. Und schon hatte Sitzungspräsident Ludwig Paul die Lacher auf seiner Seite, als er witzelte, dass im Gegensatz zu Weisgerber die OB in ihrer längeren Amtszeit scheinbar doch die eine oder andere Feder habe lassen müssen.
Führungskräfte oder – welche Blöden es in Vereinen sonst noch gibt – standen auch auf der Tagesordnung bei den „Faschingsmuffeln“, die sich in dem Ort mit dem schönen Namen „Brönz“ zur Jahreshauptversammlung des Vereins „MuFfeL e. V., Männer und Frauen für erhöhte Lebensfreude“ trafen...
Viagra und die Blumen
Lustig ging es bei Fabian Wahler zu, der sich in der Kleingartenromantik des Ostens räkelte und über die Vorteile von Viagra zum Erhalt von Schnittblumen nachdachte. Als Politesse vom Land agierte Doris Paul, und viel lieber ausruhen als arbeiten wollte der „personifizierte Computer“ Thomas Spath. Brillant, wie er als Maschine seinen Bühnen-Spielpartner Manfred Göbel nervte und daraus ein regelrechter Kleinkrieg entstand. Der Computer-Anwender wollte es dabei seinem Apparat zeigen und umgekehrt; getreu dem bestens bekannten Motto: Da will man am Computer schnell ein Problem lösen, und dann ist der Computer selbst das größte Problem....