der freie Beruf, 28. Februar 2010
Der Parlamentskreis Mittelstand ist ein Zusammenschluss von 62 Abgeordneten der Europäischen Volkspartei, der konservativen Fraktion im Europäischen Parlament, zu der CDU und CSU gehören, die sich besonders für die Belange des Mittelstands einsetzen.
Ziel des sogenannten SME-Circles ist es, möglichst frühzeitig auf EU-Gesetzgebung im Sinne des Mittelstandes Einfluss zu nehmen. Viele Gesetzesvorhaben der EU betreffen die kleinen und mittleren Unternehmen in besonderem Maße, denn diese müssen sie in der Praxis umsetzen. Das trifft insbesondere für den Bereich der Umwelt- und Verbraucherpolitik zu, für den ich im Europäischen Parlament zuständig bin. Daher ist es wichtig, die möglichen Konsequenzen der europäischen Entscheidungen für die Unternehmer vor Ort zu untersuchen und wenn nötig, einzuschreiten.
Ich selbst stehe darum in meinem Wahlkreis Unterfranken in engem Kontakt mit den Mittelständlern, z. B. durch Firmenbesuche und regelmäßige Zusammenkünfte im Rahmen der AG Europa, bei der Vertreter der Politik, Wissenschaft und Wirtschaft mehrmals jährlich zusammen kommen. Wie meine Kollegen im SME-Circle nehme auch ich die Anliegen der lokalen Verbände und Mittelständler auf und bringe sie in Brüssel in die Diskussion ein. So wird ein neuer Blickwinkel aus der Praxis vor Ort in den Gesetzgebungsprozess integriert.
Wir Mitglieder des Parlamentskreises Mittelstand begleiten Gesetzesvorhaben, regen entsprechende Änderungen an und setzen und insbesondere dafür ein, den Verwaltungsaufwand für den Mittelstand möglichst gering zu halten. Um das zu erreichen, halten wir engen Kontakt mit den zuständigen Kommissaren und machen auch die Kollegen auf die Thematik aufmerksam. Eine Politik, die die Interessen von kleinen und mittleren Unternehmen berücksichtigt, ist gerade in der jetzigen Zeit eine wichtige Aufgabe, denn die kleinen Unternehmen sind der Motor der Wirtschaft und schaffen die meisten Arbeitsplätze in Europa.