PrimaSonntag, 18. und 24. April 2011
Ostern wird als die Auferstehung Jesu Christi überall in Europa gefeiert – allerdings pflegen die Menschen in den verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Bräuche.
In Österreich wird am Karsamstag, nach der Auferstehungsmesse, das Osterfeuer entfacht. Beliebt vor allem bei den Kindern ist „Eierpecken“ oder „Eiertitschen“. Bei diesem Spiel schlagen die Kinder ihre bunten Eier gegen die von anderen Kindern. Gewinner ist, wessen Ei am Ende noch unversehrt ist.
In England sammeln die Menschen zu Ostern die Zweige von Weidenkätzchen und tätscheln sich damit gegenseitig. Dies soll Glück für das nächste Jahr bringen. In dem englischen Örtchen Olney gibt es zu Ostern einen ganz besonderen Brauch: Am Gründonnerstag findet seit bereits 500 Jahren ein Pfannkuchenrennen statt.
Unsere Nachbarn in Dänemark versenden traditionell den „Narrenbrief“ zu Ostern. Ostergrüße in Reimform mit anonymem Absender. Findet der Empfänger nicht heraus, wer der Absender ist, muss er als Strafe ein Fest ausrichten, den Absender küssen oder ihm ein Ei schenken.
In vielen Ländern gibt es zum Osterfest besondere kulinarische Spezialitäten. So isst man in Italien eine „Ostertorte“, einen mit gekochten Eiern und Spinat gebackenen salzigen Kuchen, der dem Gugelhupf ähnelt.
Ganz wichtig für ein gelungenes zypriotisches Osterfest: Der „Flaounes“, eine Spezialität, die es nur auf Zypern gibt. Duftende Hefeteigtaschen mit einer Füllung aus Ei, Ziegenmilchkäse und dem speziellen Flaouna-Käse, den man ausschließlich zu Ostern herstellt.
Das Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ wird an Ostern besonders lebendig. In ganz Europa feiern die Menschen mit unterschiedlichen Traditionen und geeint im christlichen Glauben die Auferstehung Christi.
Liebe Leserinnen und Leser, wie auch immer Sie das Osterfest begehen werden, ich wünsche Ihnen von Herzen frohe Ostern und erholsame Feietage!