Auszug aus Mainpost, 21. Juni 2010
Sommerempfang der Frauen-Union mit Referentin Maria Rauch-Kallat
„Ich will Gemeinde-, Kreisrätin, Bürgermeisterin, Landtagsabgeordnete oder Ministerpräsidentin werden – solche Frauen brauchen wir“. Diesen Appell richtete Maria Rauch-Kallat, ehemalige österreichische Bundesministerin für Umwelt, Gesundheit und Frauen, beim Sommer-Empfang der Frauen-Union (FU) Main-Spessart an die etwa 150 Zuhörerinnen im Festsaal des Kreuzklosters in Gemünden. Zusammen mit der Europaabgeordneten Anja Weißgerber und FU-Kreisvorsitzenden Linda Plappert-Metz ermutigte sie Frauen „in die Politik zu gehen“.
„Politik ist die Regelung des täglichen Lebens, das dürfen wir nicht anderen überlassen“, warb Maria Rauch-Kallat für eine stärkere Frauenpräsenz in allen politischen Bereichen. Für die Bewältigung dieser Aufgaben bringen nach ihren Worten gerade Frauen besondere Voraussetzungen mit. „Frauen sind nicht an Zielen orientiert sondern an Lösungen“, betonte sie. Männer dagegen wollen siegreich sein. Auch besäßen Frauen ein größeres Harmoniebedürfnis, was bei der Bewältigung politischer Aufgaben oft von großem Vorteil sein kann.
Dass die derzeitige weltweite Wirtschaftskrise bei einer stärkeren Einbindung von Frauen in entscheidenden Positionen in ihrer Auswirkung günstiger ausgefallen wäre, hielt die Referentin für möglich. „Frauen agieren vorsichtiger und haben von Natur aus andere Denkansätze“.
„Die Landwirtschaft bekommt Quoten, die Unternehmer, öffentlich Beschäftigte und da sollen Frauenquoten unmoralisch sein?“
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