Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Neue Pläne für Vorschul-Erziehung

Main Post Main Spessart

Neue Pläne für Vorschul-Erziehung

Bayerns Sozialstaatssekretär Jürgen Heike auf Visite in Himmelstadt

Himmelstadt (KA) Über den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Schule referierte auf Einladung des CSU-Kreisverandes Main-Spessart Sozial-Staatssekretär Jürgen Heike in Himmelstadt. Mit dem "BEP" will die Staatsregierung den Rahmen für die vorschulische Erziehung setzen, Basiskompetenzen und Stärken der Kinder individuell fördern und mehr Prävention verfolgen.

Künftige Aufgaben der Erzieherinnen, für die es eine Fortbildungsoffensive geben soll, werden laut Heike sein, die Kinder an das effektive Bewältigen ihrer Lebensumstände heranzuführen: Kompetenzen vermitteln, Selbstwertgefühl stärken, Zugang zu den Eltern finden.

Entwickelt wurde der "BEP" von einer Fachkommission, an der die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, kommunale Spitzenverbände, Elternvertreter und Berufsverbände beteiligt waren. Derzeit wird er unter wissenschaftlicher Begleitung an 106 Modelleinrichtungen erprobt. Seine Ziele werden für alle vorschulischen Einrichtungen, die staatlich gefördert werden, verbindlich, berichtete der Staatssekretär aus München.

Um ein ausgewogenes, pädagogisches Angebot im Sinne des Planes sicherzustellen, dürfen die einzelnen Kindertagesstätten dabei Schwerpunkte setzen, aber keine Inhalte auslassen. Vorgegeben wird auch eine Qualitätssicherung mit Offenlegung der Konzeption eines Kindergartens sowie Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung. Kindergärten sollen stärker mit den Grundschulen zusammen arbeiten.

Damit deutsche Schulabgänger künftig nicht mehr älter sind als ihre Kameraden in anderen Ländern, plant die Bayerische Staatsregierung, den Stichtag für die Einschulung schrittweise auf den 31. Dezember zu verlegen. Das würde bedeuten, dass die jüngsten eingeschulten Kinder fünf Jahre und neun Monate alt sind. Bei seinem Besuch begleitet wurde Jürgen Heike von Dr. Anja Weisgerber aus Schwebheim. Die 28-jährige Juristin ist Kandidatin der CSU für die Europawahl am 13.Juni.

Nach der Theorie folge die Praxis. Jürgen Heike und Dr. Anja Weisgerber besuchten den Himmelstadter Kindergarten "Zwergenhöhle". Leiterin Monika Amrhein zeigte der Delegation die Räume des Kindergartens, erläuterte die Projektarbeiten und räumte auf mit dem Vorurteil "Erzieherinnen trinken nur Kaffee, sitzen den ganzen Tag in der Sonne und spielen im Sand".

Auch Eltern nutzen die Gelegenheit und wandten sich an den Staatssekretär. So klagte eine Mutter, sie habe beim Landratsamt kein Muster für einen Gesundheitsplan bekommen und deshalb fünf Stunden am Computer zweifelnd etwas zusammengeschrieben. Heikes Rat: "Rufen sie doch direkt beim Ministerium an, die haben das ja gemacht."