Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Miscanthus ist für Landwirte interessant

Fränkischer Tag, 20. August 2008

UMWELTTAG Die Junge Union Haßberge stieß mit ihrem Informationsangebot bei Frickendorf auf Resonanz bei den Besuchern. Zahlreiche Fachvorträge widmeten sich den Themen Heizung Altbausanierung oder Biokraftstoff.

Frickendorf - Rund 100 Interessierte kamen am Sarnstagnachmittag zum vierten Umwelttag der Jungen Union (JU) Haßberge. Die kleine, „Fachmesse" stand unter dem Motto „Weg vom Öl". In Fachreferaten und an Informationsständen erfuhren die Besucher viel über alternative Energien und Techniken. Organisiert hatten den Umwelttag die JU-Mitglieder Holger Hiller (Burgpreppach), Carsten Stöcker (Eltmann) und Dr. Alexander Ambros (Knetzgau). Kreisvorsitzender Sebastian Stastny (Ebern) betonte eingangs: „Die Umwelt und damit der Umweltschutz gehen uns alle an." Die Programme zur Erzeugung alternativer Energien lägen dem CSU-Nachwuchs am Herzen. „Das beste Programm hat ja keinen Wert, wenn es nicht bekannt gemacht und vom Verbraucher nicht angenommen wird." Die Junge Union sei beim Umweltschutz „ganz pragmatisch". Die vorgestellten alternativen Energien und Techniken schonten nicht nur die Umwelt, sondern bedeuteten eine Kostenersparnis für den Verbraucher - mit oder ohne staatliche Förderung. Stastny hat keine Sorge, dass das Öl womöglich ausgeht. Alternative Technologien seien bereits weit entwickelt, die nötige Energie zu liefern, ohne die Umwelt zu belasten. Vor dem Gemeindehaus in Frickendorf luden Infostände von sechs Fachfirmen aus der Region ein, die rege besucht wurden. Im Feuerwehrgeräteraum fanden Fachvorträge statt.

Hauptreferentin war die Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Dr. Anja Weisgerber. „Nur wenige Themen", so Weisgerber, „werden aktuell so intensiv diskutiert, wie der Klimawandel.“ Das „Randthema" sei „endlich in der Mitte der öffentlichen Diskussion" angelangt. Der Klimawandel sei Realität, was Reaktionen der Politik erfordere. Weisgerber nannte bekannte Folgen des Klimawandels, vor allem Naturkatastrophen wie Flutwellen oder Dürreperioden, Gesundheit, Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen stünden auf dem Spiel. Weisgerber sprach die wirtschaftlichen Aspekte des Klimawandels an, ebenso den internationalen Klimaschutz. Die Europäische Union sei Vorreiter. Als „großen Erfolg" wertete Weisgerber die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Ener¬gien am Gesamtenergiebedarf der EU auf 20 Prozent bis 2020. Handeln zahle. „Das Papier ist geduldig, das Klima weniger.“
Fachvorträge knüpften daran an. Carsten Stöcker beleuchtete das Thema Blockheizkraftwerke - Funktion, Arten, Nutzen, Verwendungszweck und Kosten. Eine Eltmanner Firma ergänzte Stöckers Ausführungen an ihrem Infostand. Holger Hiller ging auf Biokraftstoffe ein und wurde von einer Firma aus Gädheim unterstützt. Biodiesel, Raps-, Soja- und Palmöl standen im Mittelpunkt von Hillers Vortrag. Auch er verglich Produkte und Kosten.
Über umweltgerechte Altbausanierung wusste Dr. Alexander Ambros Bescheid. Er meinte, durch bauliche Maßnahmen könnte im Altbau 65 bis 80 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden. Er erläuterte einen Modernisie¬rungsfahrplan und riet dazu, „unbedingt einen Energieberater" zu holen.
Der Bezirksvorsitzende der JU Unterfranken, Steffen Vogel, machte deutlich, dass die erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffe eine große Chance für den ländlichen Raum seien. Alternative Energiegewinnung sei ein Wachstumsmarkt und „ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum". „Der Landwirt ist der Energiewirt der Zukunft", so der CSU-Landtagskandidat“
Kreisrat Vogel stellte heraus, dass der Landkreis ein großes Interesse daran haben müsse, Fördergelder aus München, Berlin und Brüssel in den Landkreis zu holen, weil damit Investitionen getätigt werden, die der heimischen Wirtschaft zugute kommen können und Arbeitsplätze sichern.
Größer Anziehungspunkt war das Elefantengras auf einem Feld bei Frickendorf. Andreas Wagner sprach über das Miscanthus von Landwirt Rainer Hüttner. Das Chinaschilf oder Elefantengras gibt es in Europa seit langem als Zierpflanze. Als Biomasse-Lieferant, so Wagner und Hüttner, sei Miscanthus besonders interessant, weil der Massenzuwachs der Pflanze weit über den von Getreide hinausgehe. Je mehr Biomasse pro Hektar geerntet werden könne, umso wirtschaftlicher könne der Anbau sein, betonten die Redner.