Auszug aus Mainpost Ochsenfurt, 7. Januar 2009
WÜRZBURG-LAND/RÖTTINGEN Das neue Rezept, statt eines traditionellen Neujahresempfanges das Kanapee-Gespräch vorzuziehen, bewährt sich immer mehr. Das Positive dabei: Die Äußerungen der Diskussionsteilnehmer unterliegen keiner Parteidisziplin. So traf sich zum Auftakt des Superwahljahrs 2009 die komplette Führungsspitze des CSU-Kreisverbandes Würzburg-Land in der Röttingen Burghalle zum 4. Kanapee-Gespräch. Dabei standen die drei aktuellen Gesprächsthemen „Krise“, „Bürokratieabbau“ und „Mindestlohn“ im Mittelpunkt.
[...]
Dr. Anja Weißgerber, Mitglied des Europäischen Parlaments, erklärte, dass neben einem gemeinsam koordinierten europäischen Konjunkturpaket auch jedes einzelne Land Anreize schaffen müsse. Einen europäischen
Mindestlohn lehnte sie kategorisch mit den Worten: „An welchem
Land soll dieser angelegt werden?“ ab.
Zum Thema „Bürokratieabbau“ lobte sie ihren Parteifreund
Edmund Stoiber, dass seine Gruppe bereits Vorschläge mit einer Kostenreduzierung von sieben Milliarden Euro eingebracht habe.
[...]
Die hatte Gastgeber und Diskussionsleiter Martin Umscheid, Bezirksrat und Röttinger Bürgermeister, zuvor mit kritischen und offenen Fragen konfrontiert und damit auch bei den Gästen, wie Kreisräten, Bürgermeistern und vor allem vielen Vertretern der Wirtschaft in der voll besetzten Burghalle lebhafte Diskussionen
hervorgerufen.
Mit den Worten von Elisabeth Finkbeiner: „In der Wirtschaft wird weniger gesprochen und mehr gehandelt“ endete die kurzweilige und interessante Runde.
Für den anschließenden Imbiss und Umtrunk zeichneten Röttinger und Ochsenfurter Bäcker, Winzer aus dem Tauberstädtchen und eine Ochsenfurter Brauerei verantwortlich.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom CSU-Ortsverband Röttingen.