primaSonntag, 30. September 2007
Im März 2007 hat die EU verbindliche Klimaschutzziele beschlossen. Wenn wir einen Anteil von 20 % erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 erreichen wollen, muss jeder Mitgliedstaat seinen Teil dazu beitragen. Da die klimatischen und geologischen Verhältnisse in Europa aber sehr unterschiedlich sind, muss es den Mitgliedstaaten freigestellt sein, die für sie geeignetsten erneuerbaren Energiequellen wie Biomasse, Windkraft, Solarenergie oder Geothermie zu wählen. Außerdem ist zum Erreichen der Ziele auch die Steigerung der Energieeffizienz notwendig. Es gibt marktreife Techniken für energiesparende Elektrogeräte oder Niedrigenergiehäuser – wir müssen sie nur stärker nutzen.
Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien führt neben geringeren CO2 Emissionen und weniger Abhängigkeit von Energieeinfuhren aus instabilen Drittstaaten auch zu Chancen auf Wachstum und Beschäftigung gerade in ländlichen Gebieten. In Unterfranken bestehen vor allem im Bereich der Biomasse- und der Biogasnutzung erhebliche Möglichkeiten für die heimische Landwirtschaft. So werden in Unterfranken moderne, hochinnovative Biogasanlagen zum Beispiel in Rimpar oder Unterspießheim betrieben, die sowohl Strom als auch Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen produzieren. So sind bei uns die Weichen dafür gestellt, dass auch in Zukunft innovative Klimaschutztechnologien vor Ort entstehen und eingesetzt werden. Der Landwirt von heute, der morgen zusätzlich als Energiewirt arbeitet, ist zum Greifen nah.