MainPost, 25. September 2011
Der von der Schweinfurter „Initiative gegen das Vergessen“ initiierte Gedenk-Ort für die über 10 000 auch in Schweinfurt zwischen 1940 und 1945 zur Arbeit gezwungenen Menschen aus ganz Europa ist seit Sonntag öffentlich zugänglich. Das Konzept stammt vom niederländischen Künstler herman de vries, der wegen einer Erkrankung an der Übergabe in Oberndorf nicht mitwirken konnte. Dekan Oliver Bruckmann und sein katholischer Amtsbruder Rainer Fries segneten den Gedenk-Ort. Sie wünschten, dass „hier an diesem Ort, in Stadt und Land und weltweit Frieden wachsen und bleiben“.
Dem Zeremoniell auf dem Gelände des früheren Barackenlagers Mittlere Weiden – direkt am Mainradweg – wohnten neben zwölf Zeitzeugen und Angehörigen ehemaliger Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener aus der Ukraine, Polen, Italien, Frankreich und Belgien über 300 Zuhörer bei. Darunter Alt-OB Kurt Petzold, viele Stadträte, führende Kirchen- und Gewerkschaftsvertreter, der Generalkonsul der Ukraine, Linken-Chef MdB Klaus Ernst sowie die Europaabgeordneten Anja Weisgerber und Kerstin Westphal. Gerade das Erscheinen letzterer drei Gäste unterstreiche die Bedeutung des Anlasses, sagte Willi Erl.
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