primaSonntag, 16. September 2007
Für alle EU-Länder die gleichen Pflanzenschutzmittel
Brüssel (clap/red) - In Brüssel wird derzeit eine neue Richtlinie zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vorbereitet. In Deutschland soll die Anzahl dieser Mittel um die Hälfte reduziert werden. Doch Landwirte beklagen die Praxisferne der geplanten Regelungen. In der jüngsten "Jetzt red' i - Europa"-Diskussionsrunde des Bayerischen Fernsehens wurde auch dieses Thema angesprochen. Hier nahmen Dr. Anja Weisgerber als Mitglied des Europäischen Parlaments und Henning Arp als Vertreter der EU-Kommission mit SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Maget Stellung. Denn durch die Zulassungsverordnung würde sich einiges ändern: Wenn zum Beispiel in Österreich ein Pflanzenschutzmittel zugelassen ist, müssten die deutschen Behörden die Zulassung im Grundsatz akzeptieren. Die EU-Vorschläge sehen drei Zonen (Nord, Mitte, Süd) für die Harmonisierung vor, die sich an den unterschiedlichen Klimaverhältnissen in Europa orientieren. Bisher waren es 27 Zulassungsgebiete - eine pro Mitgliedstaat. An den Grenzen dieser Zonen soll es ebenfalls zu einer Flexibilisierung kommen. Noch ist eine Einigung fern.
Hier hat Dr. Anja Weisgerber, Mitglied im Europaparlament, im Gesetzgebungsverfahren eine freiwillige gegenseitige Anerkennung der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zwischen Mitgliedstaaten an einer Klimazonengrenze vorgeschlagen.