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Kulturlandschaft

Bayernkurier, 13. November 2010

Die bayerischen Klein- und Obstbrennereien können (fast) aufatmen. Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments hat für den Vorschlag der Europäischen Kommission gestimmt, das deutsche Branntweinmonopol auch über 2010 hinaus zu verlängern. Die Förderung für Klein- und Obstbrennereien soll bis 2017 und für landwirtschaftliche Kartoffel- und Getreidebrennereien bis 2013 verlängert werden. „Das ist ein wichtiger Erfolg für die Brennereien in Unterfranken“, freut sich die unterfränkische Europaabgeordnete Anja Weisgerber. „Diese Übergangsregelung ist für die kleinen und mittelständischen Brennereien sehr wichtig, um sich auf den veränderten Markt einzustellen.“ Nur so können die Brennereien weiterhin die Wirtschaftskraft in ländlichen Regionen stärken und den Landwirten eine weitere Einnahmequelle erschließen. Weisgerber: „Außerdem verarbeiten unsere Obstbrennereien in der Regel Obst von Streuwiesen und ermöglichen den Erhalt einer uralten Kulturlandschaft mit wertvollen seltenen Tier- und Pflanzenarten und tragen so zum Erhalt der Biodiversität in Deutschland bei.“ Jetzt müssen noch das Plenum des Parlaments und der Ministerrat der neuen Reglung zustimmen, damit die Verlängerung in Kraft treten kann. Die Abstimmung im Parlamentsplenum ist für Ende November vorgesehen.