Bayernkurier, 22.06.2013
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Realschüler können weiterhin den Krankenpflegeberuf erlernen. Verhandler von Europäischem Parlament und Rat verständigten sich in Straßburg darauf, dass Schulabsolventen mit zehnjähriger allgemeiner Schulbildung wie bisher den Krankenpflegeberuf erlernen können. Sie folgen damit der Empfehlung des Binnenmarktausschusses des Europäischen Parlaments. „Das Verhandlungsergebnis ist ein bedeutender Durchbruch für das deutsche duale Ausbildungssystem“, freut sich die CSU-Europaabgeordnete und Berichterstatterin des Gesundheitsausschusses, Anja Weisgerber, über das Ergebnis.
Ursprünglich hatte die EU-Kommission die Zugangsvoraussetzungen zur Krankenpflegeausbildung von 10 auf 12 Jahre allgemeine Schulbildung anheben wollen. Weisgerber: „Damit hätte uns nicht nur eine Verschärfung des Fachkräftemangels gedroht, sondern es wären auch tausende junge Menschen vom Berufsfeld ausgeschlossen worden.“ Die Verhandler einigten sich nun auf eine Formulierung, die von Weisgerber mitentwickelt wurde.
„Wir haben in Deutschland eine gute Krankenpflegeausbildung, und unsere Krankenschwestern und Pfleger haben im Ausland einen guten Ruf“, so die unterfränkische Europapolitikerin. „Es besteht also kein Grund, Bewährtes ohne Not zu ändern.“
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