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Keine Babyfotos mehr auf der Verpackung

MainPost, 13. Juni 2012

Glückliche Babys sind gut fürs Geschäft. Doch damit soll es bald vorbei sein. Das Europäische Parlament wird heute in Erster Lesung über ein Paket an Vorschlägen beraten, die Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen mit besonderer Empfindlichkeit betreffen.

„Wir Eltern sind bei der Fülle an Produkten auf dem Markt überfordert“, begründet die Schwebheimer (Lkr. Schweinfurt) CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber – selbst Mutter einer einjährigen Tochter – den Vorstoß. Es geht um den Erhalt des bisherigen hohen Standards, aber auch um das Vermeiden irreführender Etikettierungen. Der Gesundheitsausschuss des Parlaments hatte bereits gefordert, Babybilder auf Milchersatzprodukten zu verbieten.

Weisgerber: „Wir wollen verhindern, dass durch beschönigende Bilder suggeriert wird, Ersatzprodukte seien besser als das natürliche Stillen.“ Sogenannte Wachstumsmilch soll auch künftig als Lebensmittel mit speziellen Anforderungen kontrolliert bleiben. Die Kommission hatte die bisherige Richtlinie so verändert, dass diese Produkte künftig aus der verschärften Überwachung herausgefallen wären.

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