Die Kitzinger
Schwarzach-Schwarzenau. "Für ein starkes Bayern in Europa" will sich Dr. Anja Weisgerber einsetzen. Sie kandidiert bei der Europawahl für die unterfränkische CSU.
Die Rechtsanwältin aus Schwebheim bei Schweinfurt besuchte am Donnerstag den Mainfranenhof in Schwarzenau, eine Einrichtung der Mainfränkischen Werkstätten.
Geführt von Betriebsleiter Thomas Wülk erfuhr die Kandidatin, wie das Unternehmen sein Gesicht verändert hat: weg vom reinen Kartoffelschälbetrieb, hin auch zum Karottenschälen, zur Aktenvernichtung und weiteren Dienstleistungen.
"Hier arbeiten 57 schwer- und mehrfach Behinderte, zum Teil mit eingeschränkter Mobilität, zudem werden Ungelernte zu qualifizierten Fachwerkern ausgebildet", berichtet Wülk.
Heute werden in vier Linien 1 650 Tonnen Kartoffeln aus 40 Hektar umliegender Ackerflächen PC-gestützt verarbeitet und auf Lager gehalten. "Dieser Betrieb ist die ideale Lösung, behinderte Menschen in ein Unternehmen zu integrieren", sagte Dr. Anja Weisgerber.
"Brüssel ist weit weg und geht uns nichts an" – von dieser Einstellung riet die Rechtsanwältin dringend Abstand zu nehmen. denn in einem wachsenden Europa sollte man sein Wahlrecht wahrnehmen. Anja Weisgerber will sich dafür einsetzen, was Menschen bewegt.
Auch bei polarisierenden Themen wie dem EU-Beitritt der Türkei will sie sich nicht zurückhalten oder sich für den Abbau von 80 000 Seiten an Richtlinien und Verordnungen stark machen wie sie den Gästen im Mainfrankenhof weiter darlegte, will sie sich zudem gegen eine Aufstockung des EU-Haushaltes wenden.
Ehe als weiterer Gast des Abends CSU-Generalsekretär Dr. Markus Söder zu Wort kam, stellte Bürgermeister Lothar Nagel sein Gemeinde Schwarzach und ihr Entstehen vor.