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K 50 – Schanze mit 2400 Matten belegt

Rhön- und Saalepost, Mainpost, Rhön- Streubote

Eröffnungsspringen an der Schanzenanlage – 3300 Stunden Eigenleistung

HASELBACH Leider stand das Eröffnungsspringen der neuen mit Matten belegten K 50-Schanze am Fuße des Kreuzbergs witterungsmäßig unter keinem guten Stern. Regen verhinderte, dass eine größere Zahl von Zuschauern den gelungen Wettbewerb besuchte.
Die Vorsitzende des RWV Haselbach Resi Rosshirt begrüßte nach den Trainingssprüngen die Sportler aus Thüringen, Bayern und den nördlichen Landesteilen. Für den Schanzenpartner, den WSV Oberweißenbrunn erinnerte dessen stellvertretender Vorsitzender, Michael Geck (Oberbach), für den verhinderten Gustav Schrenk an die Planungs- und Bauphase.
„Schon bei der Einweihung der mit Matten belegten Schanzen K16 und K30 im Herbst 1998 wurde der Wunsch laut, die K50 ebenfalls mit Matten zu belegen“, so Geck. Es habe aber geraume Zeit gedauert, bis die Finanzierung gestanden habe.
Maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung des Projekts hätten die beiden Vereine durch Eigenleistungen. Die Arbeiten an der neuen Schanze begannen am 19. September 2005. Nach dem Abschluss der Erdarbeiten hätten die Vorarbeiten für das Verlegen der Kunststoffmatten begonnen.
Dann habe Walter Fromm mit seiner Truppe 2400 Matten, die mit 12000 Kabelbindern befestigt wurden, verlegt. Im November begannen die Arbeiten an der Anlaufspur. Sie seien jedoch vom frühen Wintereinbruch abrupt unterbrochen worden. Der lange Winter verzögerte dann auch ihre Wiederaufnahme bis April. In nur drei Wochen vollendeten bis zu zwölf Helfer täglich das Projekt. Insgesamt seien 3300 Stunden ehrenamtlich Arbeit geleistet worden.
Aus finanziellen Gründen konnte das Schneehaltenetz für den Winterbetrieb auf der K50, das 15000 Euro kosten wird, noch nicht beschafft werden, betonte Geck und erklärte „Wir sind der Überzeugung, wir haben es richtig gemacht.“
Landrat Thomas Habermann führte aus, dass er voll hinter dem Projekt stehe. Er lobte seinen Amtsvorgänger Dr. Fritz Steigerwald, der sich unglaublich für die Schanzen engagiert habe. In Anspielung auf den Skisprung von Bürgmeister Armin Lommel meinte der Landrat: „Alpin mache ich alles. Aber auf die Schanze bringt mach keiner.“
Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber (Schwebheim) bezeichnete die Schanzen als schönes Projekt für den Sport und Tourismus. Dem schloss sich auch der Vizepräsident des Bayerischen Skiverbandes, Rolf Feuchtenberger, an und lobte: „Eine solche Anlage ist nur mit großen Engagement zu schaffen.“ Der Vizepräsident will sich für einen Zuschuss für das Schneehaltenetz stark machen.
Georg Seiffert, der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bischofsheim stellte erfreut fest: „Die Rhönadler fliegen wieder und da sind wir stolz darauf. Es wertet die Stadt und die Rhön auf“. Sparkassendirektor Roland Schmautz hob hervor, dass die Sparkasse den Schanzenbau unterstützte und machte dies deutlich indem er mit Klas Balling (Bischofsheim) einen Scheck über 10000 –Euro an die beiden Vereine übergab.
Auch der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbandes, Karl Katzenberger (Querbahshof), gratulierte den beiden Vereinen zu ihrer neuen Schanze. Nach Rücksprache mit dem BLSV gab Katzenberger bekannt, dass der Zuschuss 2007 fließen wird.
Resi Rosshiert hob besonders den Haslebacher Harold Schneider hervor, der als Initiator vieles koordiniert habe.
Dann war es soweit. Als Rekordhalter auf der Winterschanze und mehrfacher Seniorenweltmeister machte Jens Greiner-Hiero aus Lauscha den offiziell ersten Sprung von der Schanze. Danach fuhr der achtjährige Haslbacher Springer-Neuling Tobias Link den Anlaufhügel der 30-Meter-Schanze hinab.
Anschließend begannen die Wertungsspringen auf den drei Schanzen