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Junge Menschen müssen sich engagieren

Haßfurter Tagblatt, 4. Mai 2009

Junge Union Hassfurt feierte 50. Geburtstag – „Ohne Haßfurt geht im Kreisverband nichts“

Hassfurt. Politik ist Kunst, Gegenwart zu gestalten und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dieser Herausforderung, gerade für die junge Generation, widmet sich die Junge Union Haßfurt (JU) seit nunmehr 50 Jahren. Das Jubiläum wurde in der Rathaushalle in Haßfurt dementsprechend gefeiert.

Die erste Gratulantin war die Europaabgeordnete Anja Weisgerber. „Ihr seid ein sehr, sehr aktiver Ortsverband“, rief sie den Mitgliedern zu, „dafür möchte ich Euch herzlich danken.“ Es sei wichtig, dass sich gerade junge Menschen in der Demokratie engagierten, und hier habe der Ortsverband Vorbildliches geleistet. „Wir haben auch schon gemeinsam einige Veranstaltungen wie den Umwelttag auf die Beine gestellt“, so Anja Weisgerber, die versprach, die JU Haßfurt auch weiterhin zu unterstützen. Anschließend ging sie in einem kurzen Referat auf die Notwendigkeit und die positiven Seiten der Europäischen Union ein.

Wie der Vorsitzende der JU Haßfurt, Stephan Schneider, mitteilte, sei die Junge Union Deutschlands als Jugendorganisation von CDU und CSU mit knapp 130.000 Mitgliedern die größte politische Jugendorganisation Deutschlands, ja sogar Europas. „Viele der heutigen Spitzenpolitiker haben ihre ersten Sporen in der JU verdient“, so Schneider. Die politische Arbeit der Jungen Union bestehe in der Hauptsache darin, junge Menschen für die Politik zu begeistern und damit auch der wachsenden Politikverdrossenheit, insbesondere bei der Jugend, entgegenzuwirken. Auf regionaler Ebene sei die JU hervorragend aufgestellt.

Die Europaabgeordnete Anja Weisgerber werde bei den anstehenden Europawahlen auf Platz drei der CSU-Liste kandidieren. Mit Dorothee Bär habe die JU die Chance, bei der Bundestagswahl im September das Direktmandat im Wahlkreis zu behaupten. Auch in Haßfurt könne sich der Einfluss der JU sehen lassen, da sie in der Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes sehr stark vertreten sei. „Die Junge Union Haßfurt feiert heute, wenn auch mit leichter Verspätung, denn sie wurde bereits 1957 gegründet, ihren 50. Geburtstag“, sagte Stephan Schneider. Anschließend berichteten die ehemaligen Ortsvorsitzenden Hansmartin Kehl und Wolfgang Hömer aus der Gründungszeit und aus den 1980er und 90er Jahren und gaben so manche lustige Anekdote zum Besten. Da Ende der 1990er Jahre die Aktivitäten der JU zurückgegangen waren, traf sich auf Initiative des damaligen und heutigen Ortsvorsitzenden der CSU, Wolfgang Hömer, im Jahr 2002 politisch interessierte junge Leute zur „Wiederbelebung“ des JU-Ortsverbandes. Aus den anfänglich 15 Mitgliedern ist inzwischen ein Ortsverband mit über 40 Mitgliedern gewachsen“, so Stephan Schneider. Vielfältige politische, gesellschaftliche und soziale Aktionen hätten zu diesem Erfolg beigetragen. „Vor uns liegt die Aufgabe, den Mitgliederstamm zu festigen und junge Menschen für die junge Union zu gewinnen. Mit 35 Jahren ist bei der Jungen Union Schluss – und damit sind wir darauf angewiesen, ständig für frisches Blut in unseren Reihen zu sorgen.“

Glückwünsche zum Jubiläum und eine Ehrenurkunde überbrachte der Kreisvorsitzende der Jungen Union Sebastian Stasny. „Ohne die JU Haßfurt geht im Kreisverband gar nichts“, betonte er, „und die JU zeigt der CSU, wo in Haßfurt der Hase läuft.“ Auch Wilhelm Schneider gratulierte dem „großen, erfolgreichen und lebendigen JU-Orstverband“ im Namen des CSU-Kreisverbandes.