Fränkischer Tag
Anja Weisgerber soll CSU in Europa vertreten
Werneck. Die Bezirksvorstandschaft der CSU-Unterfranken hatte am vergangen Samstag in Werneck (Lkrs. Schweinfurt) darüber zu entscheiden, wer nach ihrem Willen die Nachfolge der langjährigen Europaabgeordneten Ursula Schleicher (Aschaffenburg) im Europäische Parlament antreten soll.
Im Vorfeld der Entscheidung waren unter anderem der Lantagsabgeordnete Sebastian von Rotenhan aus Rentweinsdorf (Landkreis Haßberge) und der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bezirkstag, Edwin Dotzel, im Gespräch. Die Frauen-Union hatte sich für die 50-jährige Zweite Bürgermeisterin von Bad Brückenau, Brigitte Meyerdierks, stark gemacht, während die Junge Union Unterfranken die 27-jährige Juristin Anja Weisgerber aus Schwebheim (Lkrs. Schweinfurt) ins Rennen schickte.
Bereits im Vorfeld der Nominierung wurde deutlich, dass eine Frau wohl die besten Chancen hätte, auf der Bayernliste für die Europawahl einen Erfolg versprechenden Platz zu ergattern und ins Parlament einzuziehen. Aus diesen gründen hatte sich die Kandidatur des Abgeordneten von Rotenhan zerschlagen. Letztlich standen nur noch die Kandidatinnen der Frauen-Union zur Wahl, bei der sich Anja Weisgerber knapp durchsetzen konnte.
Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Unterfranken, Steffen Vogel (Maroldsweisach), sah die Nominierung als Beweis dafür, dass die CSU die „Partei der jungen Generation" ist. Nach Dorothee Mantel als jüngster Bundestagsabgeordnete könnte die CSU Unterfranken – nach einem Wahlerfolg – auch die jüngste Europaabgeordnete stellen.
Anja Weisgerber versprach, an die Arbeit von Ursula Schleicher nahtlos anknüpfen und die Interessen der unterfränkischen Bevölkerung in Brüssel und Straßburg kraftvoll vertreten zu wollen. „Europa müsse bürgerfreundlicher und weniger bürokratisch werden", sagte die 27-Jährige.